Zeitverschiebung von Myanmar

Das Land Myanmar besitzt eine eigene Zeitzone, die Myanmar Standard Time, die eine Zeitverschiebung zu Europa von fünfeinhalb Stunden bedeutet. Diese Zeitzone ist exklusiv Burma vorbehalten: Wer aus anderen südostasiatischen Ländern wie Thailand einreist, muss die Uhrzeit in der Regel eine halbe Stunde zurück stellen, während es in Bangladesch, das im Norden an das Land angrenzt, eine halbe Stunde später ist. In Indien gilt sogar die Indian Standard Time, die eine Stunde hinter Burma zurück liegt, d.h. wer aus Indien einreist, muss die Uhrzeit eine Stunde vorstellen.

Keine Sommerzeit in Myanmar

Burma kennt keine Sommerzeit. Wenn in Europa die Uhren im Frühling vorgestellt werden, beträgt die Zeitverschiebung zu Myanmar nur noch viereinhalb Stunden. Anders gesagt: Wenn es in Europa im Winter 12 Uhr mittags ist, so lautet die Uhrzeit in Burma schon 17:30 Uhr. Wenn es in Europa im Sommer 12 Uhr mittags ist, dann haben wir bei einer dann gültigen Zeitverschiebung in Myanmar die Uhrzeit 16:30 Uhr.

Die Myanmar Standard Time, kurz MST, gilt im ganzen Land, egal ob in Yangon, Mandalay, im halb-autonomen Shan State mit dem Inle-See oder in der Provinz Rakhine mit Ngapali Beach.

Zeitverschiebung UTC und MST

Seit einiger Zeit wird die früher gebräuchliche „Greenwich Mean Time“ (GMT) durch den Begriff „Universal Time Coordinated“ (UTC) ersetzt. Bei beidem handelt es sich um die Zeitzone Großbritanniens, das einst die Sternwarte von Greenwich bei London als Ausgangspunkt für die Vermessung der Welt nach Längengraden bestimmte. Noch heute werden internationale Zeitzonen mit Blick auf GMT, bzw. heute auf UTC angegeben. In unserem Fall bedeutet dies, dass die MST der UTC 6:30 Stunden voraus ist, während der Sommerzeit 5:30. Um ausgehend von UTC-Angaben den Unterschied zu Deutschland, Österreich und der Schweiz zu berechnen, muss einfach die Stunde Zeitverschiebung zwischen London und Mitteleuropa hinzugerechnet werden.

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Eigene Zeitzone und Uhrzeit für das Land

Wie in den meisten anderen Ländern der Welt führte Burma auch im späten 19. Jahrhundert unter Anleitung der britischen Kolonialherren eine „Standardzeit“ ein, als die ersten Bahnlinien im Lande, Fährverbindungen und der Telegraf eine zuverlässige Zeitangabe notwendig machte. Die Einführung eines Systems, das die Welt in 24 unterschiedliche Zeitzonen, ausgehend von Greenwich, unterteilte, ist auf den Kanadier Sir Sandford Fleming zurückzuführen.

Zwischen 1900 und 1929 entwickelten sich die heute weltweit gültigen Standardzeitzonen. Einige Länder änderten das System jedoch geringfügig nach eigenen Wünschen. So verschob Burma „seine“ Zeitzone um eine halbe Stunde und führte die eigene Myanmar Standard Time ein, die der GMT um 6:30 statt um 6:00 Stunden voraus war.

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