Wie reise ich am besten in Myanmar?

Aufgrund der wirtschaftlichen Sanktionen der westlichen Welt liegt die Wirtschaft von Myanmar seit vielen Jahren am Boden. Daher ist auch die Infrastruktur für Reisen in einem ausgesprochen schlechten Zustand. Ausländern ist das Betreten vieler Regionen des Landes verboten. Die Gründe sind unterschiedlich. In manchen Regionen, vor allem im Gebiet der Karen oder im Bundesstaat Rakhine, kommt es immer wieder zu bewaffneten Konflikten zwischen den ethnischen Minderheiten und dem birmanischen Militär. Von anderen Gebieten heißt es jedoch auch, dass die Militärregierung vermeiden will, dass ausländische Touristen die schlechten Zustände im Land sehen oder sogar Zeuge von Zwangsarbeit werden.

Welche Gegenden können in Myanmar bereist werden?

Welche Gegenden gar nicht zugänglich sind, für welche eine besondere Genehmigung benötigt wird und welche frei zugänglich sind, sollten Individualreisende vorher erfragen. Die beste Adresse für alle touristischen Fragen ist die staatliche Tourismusbehörde MTT (Myanmar Travel and Tours), deren Hauptsitz sich in Yangon bei der Sule Pagode befindet und die in allen größeren Orten eine Niederlassung unterhält. Auch die Polizei kann (manchmal) weiterhelfen.

Individualreisende sollten in Myanmar zudem beachten, dass gerade in den ländlichen Regionen nur sehr wenig Englisch gesprochen wird. Daher ist es häufig sinnvoll, Ausflüge nur mit einem einheimischen Führer zu unternehmen, der auch als Übersetzer dienen kann. Zumindest jedoch gehört ein kleiner Sprachführer Birmanisch ins Reise-Gepäck.

Inlandsflüge

Besucher sollten während ihrer Reise nie vergessen, dass Myanmar ein relativ großes Land ist, das von dichtem Dschungel überzogen wird. Die Straßen sind schlecht ausgebaut und die Bahnlinien stark veraltet. Wer nicht als Backpacker sehr viel Zeit auf seiner Reise mitbringt, sollte darum nach Möglichkeit auf das Flugzeug setzen. Inlandsflüge sind relativ günstig und verbinden die wichtigsten touristischen Orte von Burma miteinander. Die wichtigsten privaten Airlines können im Artikel Flugverbindungen nach Myanmar nachgelesen werden.

Reisen mit dem Zug

Das birmanische Eisenbahnnetz ist seit der Kolonialzeit nicht mehr erneuert worden. Die Züge sind in schlechtem Zustand und kommen meistens mit großer Verspätung an. Klimaanlagen funktionieren nur selten und der Hygiene-Standard macht die Toiletten unbenutzbar. Lediglich auf der wichtigsten Strecke zwischen Yangon und Mandalay (die auch die neue Hauptstadt Naypyitaw bedient) werden mittlerweile relativ moderne Züge eingesetzt, in denen sich die gut 17-stündige Fahrt für 622 Kilometer gut aushalten lässt. Wer den Nachtzug nimmt, kann eine Hotelübernachtung sparen, doch wer über Tag fährt, kann viele Stunden damit verbringen, die birmanische Landschaft jenseits des Zugfensters zu bewundern.

Weitere Zugverbindungen bestehen u.a. nach Bagan, Moulmein, Pyay und (über Thazi) nach Shwenyaung am Inle-See. Ein besonderes Erlebnis ist die Bahnfahrt von Mandalay ins Hochland nach Pyin Oo Lwin (zur britischen Kolonialzeit eine Hill Station namens Maymyo) und weiter nach Lashio über das Viadukt von Gokteik.

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Fernbusse

Zwischen einigen bekannten touristischen Zielen verkehren auch Fernbusse, u.a. zwischen Yangon und Mandalay, Bagan und Kyaiktiyo. Aufgrund des schlechten Straßenzustandes dauern die Fahrten recht lang und die Reise ist nicht gerade bequem. Für Reisen von Yangon – Mandalay muss mit 11 Stunden Fahrt gerechnet werden, für Yangon – Bagan mit 10 Stunden.

Schiff

Die schönste und gemächlichste Möglichkeit, durch Burma zu reisen, ist die Fähre auf dem Irawaddy. Für die gesamte Strecke von Yangon nach Mandalay braucht sie fünf Tage. Wer weniger Zeit auf seiner Reise hat, kann die Express-Fähre zwischen Mandalay und Bagan (flussabwärts) nutzen, die 8,5 Stunden braucht und flussaufwärts 10,5 Stunden.

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