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Währung und Zahlungsmittel in Myanmar

Die Währung von Myanmar ist der Kyat (gesprochen Tschat), der in 100 Pyas unterteilt wird, die jedoch im Alltagsleben inflationsbedingt nicht mehr vorkommen. Nachdem der von Astrologie besessene General Ne Win mehrfach kuriose Banknoten mit Werten wie 15, 45 und 90 Kyat (basierend auf seiner Lieblingszahl 9) und später 75 Kyat zu einem 75.Geburtstag herausbringen ließ, wurden 1989 nach einem Coup neue Banknoten für die Währung in den Einheiten 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Kyat herausgebracht. Die alten Banknoten sind jedoch weiterhin gültig und tauchen ab und zu noch auf – bei ausländischen Besuchern sind sie ein begehrtes Sammlerstück.

Dollar als Zahlungsmittel

Im Tourismusbereich wird der US Dollar gerne als Zahlungsmittel genutzt und viele Preise, zum Beispiel für Zugfahrkarten, Hotelübernachtungen oder Eintrittsgelder werden in Dollar angegeben. Reisende sollten daher immer auch $ in kleinen Scheinen mit auf die Reise nach Myanmar nehmen.

Geldwechseln in Burma

Offiziell darf die Währung Kyat im Ausland nicht gehandelt werden. Besucher müssen ausländisches Geld (idealerweise $, aber auch €) mit nach Myanmar bringen und vor Ort tauschen.

Bis vor einigen Jahren hatten ausländische Besucher in Myanmar nur eine Möglichkeit Geld in die lokale Währung zu wechseln: Bei Schwarzhändlern rund um die Sule-Pagode im Herzen von Yangon. Grund dafür war die Militärregierung, die den offiziellen Wechselkurs auf knapp 6 Kyat festgelegt hatte, während der inoffizielle Schwarzmarktkurs längst bei über 800 Kyat für den Dollar lag.

Mittlerweile ist der Schwarzmarkttausch nicht mehr nötig, da zumindest in den großen Städten wie Yangon und Mandalay auch Wechselstuben diesen Kurs nutzen dürfen.  Für größere Scheine (ab 50 Dollar oder Euro aufwärts) gibt es meistens einen besseren Wechselkurs. Ganz wichtig: Die ausländischen Geldscheine müssen möglichst neu, sauber und unzerknittert sein! Wechselstuben gibt es u.a. am Flughafen von Yangon, an der Sule-Pagode und auf dem Bogyoke Market. Auch in Mandalay, Bagan und am Inle-See ist es möglich, ausländische Banknoten (Dollar und Euro) zu wechseln.

Kreditkarten und Geldautomaten (ATM)

Geldautomaten (ATMs) sind in Myanmar die Ausnahme, nicht die Regel. Ende 2012 verkündete das internationale Kreditkartenunternehmen Mastercard, dass das Abheben von Bargeld mit der Mastercard ab sofort an 36 Geldautomaten der Co-Operative Bank in ganz Burma möglich sei – allerdings befinden sich 31 dieser Geldautomaten in Yangon. Die weiteren fünf verteilen sich auf Mandalay, Bago, Mawlamyine, Pyinmana und Taungoo. Grundsätzlich erfolgt die Auszahlung in lokaler Währung. Touristen, die in Mandalay Geld abheben möchten, können hier also nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen suchen. Auch VISA-Card und das Maestro-Netzwerk (mit den EC-Karten) sollen bald an diese ATMs angeschlossen werden.

Eine Garantie dafür, dass das Geld abheben mit ausländischen Kreditkarten funktioniert oder dass die Geldautomaten an sich überhaupt funktionieren, kann jedoch niemand geben. Derzeit sollten Touristen also auf jeden Fall noch auf Bargeld setzen und die aktuelle Berichterstattung verfolgen.

Daraus folgt auch, dass Kreditkarten in Geschäften, Restaurants oder Hotels nur sehr selten akzeptiert werden. Nach jahrzehntelanger Abschottung sind die burmesischen Banken ganz einfach noch nicht an internationale Netzwerke angeschlossen und dies ändert sich auch nur langsam. In der Regel sollten Touristen davon ausgehen, dass in bar gezahlt werden muss.

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Sicherheit und Geld

Manche Touristen haben Bedenken, größere Bargeldbeträge mit sich herumzutragen. Abgesehen davon, dass Myanmar ihnen derzeit einfach keine andere Wahl lässt, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge: Die Kriminalitätsraten sind gering und ausländische Besucher können sich überall sicher fühlen. Dafür sorgen nicht nur die harschen Strafen der Militärregierung sondern auch der tiefe buddhistische Glaube der Menschen: Wer in diesem Leben etwas ausfrisst, wird schließlich im nächsten Leben dafür bestraft. Allerdings sollten Touristen den gesunden Menschenverstand nicht am Flughafen abgeben: Größere Geldsummen sollten in den Hotelsafes aufbewahrt werden und auf Reisen, zum Beispiel im Zug oder Fernbus, stets dicht am Körper getragen werden.

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2 comments

  1. Ist ja sehr schade, dass man in Myanmar selbst keine gute Möglichkeit hat, an einem Geldautomaten Geld abzuheben. Da bleibt einem natürlich schon nichts anderes übrig als genug Bargeld mit sich zu führen. Da geht die Angst doch trotz geringer Kriminatlitätsrate mit einem herum.

    • Myanmar-Tipps-Team

      Hallo Janina,

      deine Ängste können wir aufgrund unserer Erfahrungen überhaupt nicht bestätigen. Myanmar ist ein sehr friedliches Land und seine Bewohner stechen eher durch Gastfreundschaft hervor. Bitte lass die normale Sorgfalt einfach walten (beispielsweise kein Geld offen liegen lassen) und wir sind uns sicher, dass du einen unbeschwerten und traumhaften Urlaub haben wirst!

      Viele Grüße

      Dein Myanmar-Reisetipps-Team

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