Home » Aktivitäten » Trekking in Kalaw

Trekking in Kalaw

Trekking-Touren beginnen in der Regel an der Theindaung Pagode in Kalaw. Tagestouren führen zu den unterschiedlichen Stämmen, die im Hochland der Shan von Myanmar leben. Eine beliebte Tour führt zu einem Dorf der Palaung, in dem die berühmten burmesischen Zigarren, Cheroot genannt, hergestellt werden. Besucher können bei der Herstellung zusehen und selbst eine Cheroot rauchen. Auch der Besuch einer Teeplantage steht häufig auf dem Programm und zum Mittagessen, das bei geführten Tagestouren im Preis inbegriffen ist, wird generell grüner Tee serviert, der quasi „frisch vom Strauch“ kommt.

Eine andere Route führt zur Myin-Ma-Hti Höhle, in der viele Buddha-Statuen untergebracht sind und zu einem Dorf der Danu. Die Strecke ist für ihre Naturschönheit sehr bekannt.

Ein Geheimtipp für Myanmar ist heute noch die Tour nach Kakku, einem Komplex mit über 2.000 uralten halbverwitterten Stupas, die sich über eine Fläche von fast zwei Quadratkilometern verteilen. Der Mainstream-Tourismus hat Kakku noch nicht entdeckt, so dass Wanderer das beeindruckende Gelände oft völlig für sich alleine haben und sich wie echte Entdecker fühlen können. Um Kakku zu erreichen, ist gewöhnlich eine Übernachtung in Hti-Nei notwendig, ein Dorf der Pa-O in wunderschöner Lage auf einem Hügel.

Kalaw – Inle-See

Die mit Abstand beliebteste Trekking-Tour führt von Kalaw zum Inle-See. Wer die Strecke „one way“ absolvieren will, kann über den Flughafen Heho nach Kalaw anreisen oder mit der Bahn über Thazi fahren. Die meisten Routen nehmen etwa 2 bis 3 Tage in Anspruch und führen zum Dorf Indein, das an einem nördlichen Ausläufer des Inle-Sees liegt. Von dort bringen Boote die Wanderer zu ihren gewählten Hotels am Seeufer, bzw. in andere Dörfer. Eine Wanderung auf eigene Faust ist nicht möglich. Wer unabhängig bei seinen Wanderungen unterwegs sein will, muss sich vor Ort einen Führer suchen. Dies ist jedoch nicht schwer, da mehrere Trekking-Veranstalter in Kalaw entsprechende englischsprachige Begleiter vermitteln. Ein klarer Vorteil des unabhängigen Wanderns ist die Tatsache, dass zwei Gäste leicht in Privathäusern entlang der Strecke unterkommen können und von den Bewohnern der Dörfer herzlich aufgenommen werden. Die meisten Einwohner der Region gehören dem Stamm der Danu an und leben in traditionellen Langhäusern.

Größere Wandergruppen finden ebenfalls Unterschlupf in Langhäusern entlang der Strecke, doch dabei handelt es sich meist um speziell für sie reservierte Langhäuser ohne Familienanschluss. Manchmal wird auch in Klöstern übernachtet oder in Zelten. An jedem Tag wird etwa sechs Stunden lang gewandert.

Trekking in der Gegend von Pindaya

Pindaya ist ein weiterer beliebter Ausgangsort für Trekking-Touren in Myanmar. Pindaya liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Kalaw und kann ebenfalls über den Flughafen Heho erreicht werden oder von Kalaw aus mit dem Taxi. Einen Besuch der Höhlen von Pindaya, auch als Shwe U Min Pagode („Pagode der Goldenen Höhle“) bekannt, darf bei einer Myanmar-Reise nicht fehlen. Der Eingang der Höhle liegt an einem Hang oberhalb des Natthamikan-Sees und ist über großzügig gestaltete Treppen zu erreichen. Die Höhlen sind bereits seit dem 12. Jahrhundert ein beliebtes Ziel für Pilger und beherbergen heute über 8.000 Buddha-Statuen in unterschiedlichen Größen und aus unterschiedlichen Materialien. In viele kleine Nebenhöhlen gelangen Besucher nur kriechend. Sie werden gerne zur Meditation genutzt.

Wer in einem Hof außen vor der Höhe auf eine riesige Spinne trifft, sollte nicht erschrecken: Das Monstrum bezieht sich auf eine Legende zur Namensgebung des Ortes. Demnach versperrte einst eine riesige Spinne mit ihrem Netz den Eingang zu den Höhlen und verwehrte so sieben Prinzessinnen, die Unterschlupf für die Nacht suchten, den Zutritt. Ein zufällig vorbei kommender Prinz hörte ihr Klagen und streckte die Spinne mit Pfeil und Bogen. Aus seinem Ruf „Pin-Kuya!“ („Ich habe die Spinne getötet!“) entwickelte sich der Name Pindaya für den Ort. Der Prinz erhielt zum Dank für seine Mühe eine der Prinzessinnen zur Ehefrau und ihre Nachfahren bevölkern bis heute den Ort Pindaya.

Weitere Ziele für Wanderungen in der Umgebung sind die Höhlen von Badalin, in denen uralte Zeichnungen aus der Vorzeit gefunden wurden und zu Dörfern der Danu oder Palaung. Eine besondere Herausforderung ist die zweitägige Tour zum 2.000 Meter hohen Mount Yasakyi. Von seinen Hängen bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf die Umgebung.

[ratings]

Hinweise

Bei den meisten Trekking-Touren mit Übernachtung in Myanmar müssen eigene Schlafsäcke, Isomatten etc. mitgenommen werden. Besucher sollten sich im Voraus erkunden, was vom jeweiligen Veranstalter gestellt wird und was selbst mitgenommen bzw. besorgt werden muss. Da es im Shan State häufig regnet, sollte auf jeden Fall auch warme wasserdichte Kleidung mitgenommen werden sowie trittfestes Schuhwerk.

Bei Besuchen in den Dörfern der örtlichen Stämme, insbesondere bei Übernachtungen, sollten kleine Geschenke mitgenommen werden. Kinder freuen sich über Buntstifte oder Süßigkeiten, während Erwachsene auch Bargeld annehmen. Im Zweifelsfall weiß der Führer immer, was im jeweiligen Dorf gut ankommt oder von den Einwohnern benötigt wird.

Lesetipp

Fischerboote an der Ngapali Beach

Ngapali Beach

Ngapali Beach ist ein Kuriosum in Myanmar: Es ist der einzige Strand, der von der …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.