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Tauchen in Myanmar

Tauchen steckt in Myanmar noch in den Kinderschuhen und die meisten Tauchausflüge in das Mergui-Archipel mit seinen 900 Inseln werden derzeit noch von Thailand aus organisiert. Boote fahren vom thailändischen Grenzort Ranong ins burmesische Kawthung, wo die Einreise stattfindet. Von dort geht es weiter zum tauchen ins Archipel.

Wer sich ohnehin schon in Myanmar aufhält, fliegt am besten von Yangon nach Myeik oder Kawthaung. Air Bagan, Air Mandalay und Yangon Airways bieten alle Flüge an. Es ist derzeit nicht möglich Kawthaung auf dem Landweg zu erreichen, da die Straße ab Moulmein für Ausländer gesperrt ist.

Schöne Tauchspots im Mergui-Archipel

Für erfahrene Taucher lohnt sich die Mühe jedoch, denn das Mergui-Archipel besitzt einige wunderschöne Tauchstellen wie den „Black Rock“, an dem sich viele Rochen und Haie tummeln, oder der „High Rock“, an dem Seepferdchen in freier Wildbahn zu beobachten sind. Cavern Island ist bekannt für die vielen Seeanemonen die in 15 Metern Tiefe am Meeresgrund blühen.

Die Inseln im Lampi Nationalpark besitzen zwar keine Hotels, dafür jedoch endlose, völlig unberührte Strände und dichten Regenwald. Zu den schönsten Inseln zählen Horsburgh Island, Great Swinton Island, McCloud Island und Horseshoe Island. Letztere ist tatsächlich geformt wie ein Hufeisen und das flache Wasser der Lagune bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zum Schnorcheln und tauchen. Ein besonderes Erlebnis ist „Freddie’s Pass“, eine schmale Meerenge, die sich zwischen zwei Inseln hindurch windet und die Beobachtung der Wildtiere vom Wasser aus möglich macht.

Weiter draußen im Andamanischen Meer liegen die Burma Banks, in denen früher zahlreiche Haie zuhause waren, die jedoch in den letzten Jahren durch die Dynamitfischerei vertrieben wurden.

Es ist zu erwarten, dass das Mergui-Archipel in Myanmar in den kommenden Jahren touristisch stark entwickelt werden wird, so dass auch Hotels, Guesthouses und Tauchschulen mit entsprechenden Angeboten vorhanden sein werden. Derzeit können Taucher die Region von Burma nur erkunden, indem sie mehrtägige Touren auf Yachten mit Kabinen buchen.

Chaungtha und Ngwe Saung Beach

Entlang der Küste von Burma gibt es ebenfalls einige Orte, in denen Tauchausflüge angeboten werden. Etwa vier Stunden Fahrt von Yangon entfernt liegen die beiden beliebten Badeorte Chaungtha Beach und Ngwe Saung Beach an der Bucht von Bengalen. Allerdings kann es noch immer vorkommen, dass das Tauchequipment gerade nicht vorhanden ist oder der einzige Guide nicht da ist. Wer lediglich zum Tauchen anreisen will, sollte vorher telefonisch oder per E-Mail abklären, ob Tauchausflüge aktuell überhaupt möglich sind.

Im bei ausländischen Besuchern beliebten Ort Ngapali Beach werden keine Tauchausflüge angeboten!

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Dynamitfischerei in Myanmar

Ein großes Problem in Burma stellt die Dynamitfischerei dar. Dabei wird Sprengstoff unter Wasser gezündet, der eine Vielzahl Meeresbewohner tötet, die dann abgefischt werden. Viele „unbrauchbare“ Fische und andere Meerestiere bleiben ebenso im Wasser zurück wie halb zerfetzte Fische. Die Umweltschäden durch die Dynamitfischerei in Myanmar sind hoch: Korallenriffe werden durch den Sprengstoff und die chemischen Rückstände zerstört und viele Fischsorten werden stark dezimiert, weil auch der Nachwuchs durch die Explosionen verendet. Beim Tauchen kann es an der Küste von Burma und vor allem im Mergui-Archipel immer wieder passieren, dass kurz vor ihnen Dynamitfischer unterwegs waren, so dass sie lediglich zahllose tote Fische am Meeresgrund sehen. Während viele andere Regionen weltweit das Dynamitfischen längst verboten haben, ist es in Südostasien noch weit verbreitet und hat eine Vielzahl ehemals schöner Tauchreviere fast vollkommen zerstört.

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