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Sicherheit in Myanmar

Viele Menschen haben bei der Planung einer Reise nach Myanmar aufgrund der politischen Lage Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im Land, dabei ist das Land für Touristen ausgesprochen sicher. Vor allem Taschendiebstähle und Überfälle sind in Myanmar weitaus seltener zu befürchten als beispielsweise in Thailand und Vietnam. Dies hat mehrere Gründe.

Trotz der Entspannung in den letzten Jahren wird das Land noch immer von einem autoritären, militärisch geprägten Regime regiert, das gegen Verbrecher jeder Art hart vorgeht. Vor allem Delikte gegen Touristen werden streng verfolgt, da es sich das Land nicht mit den wenigen ausländischen Besuchern, die sich nach Myanmar wagen, verscherzen will.

Ein weiterer Aspekt ist die tiefe Religiosität der Menschen: Buddhisten sind stets bestrebt, Verdienste für das nächste Leben zu sammeln und mit Taschendiebstählen und Betrügereien würden sie sich genug schlechtes Karma für die nächsten fünf Leben einhandeln.

Diebstähle

Natürlich bedeutet dies nicht, dass man auf seiner Reise ihren gesunden Menschenverstand vor allem im Bereich Sicherheit am Flughafen abgeben sollten. Wer es den diebisch gesinnten Elementen der Städte allzu leicht macht, muss sich auch nicht wundern, wenn später das Portemonnaie verschwunden ist. Dies gilt vor allem bei langen Bus- und Zugfahrten, wo Taschen nie unbeaufsichtigt stehengelassen werden sollten, aber auch bei Spaziergängen durch die Stadt. Da ausländische Handys in Myanmar ohnehin nicht funktionieren, sollte das teure Smartphone am besten immer im Hotelsafe bleiben. Das gleiche gilt für Kreditkarten und größere Bargeldbeträge.

Betteln

In den am meisten frequentierten touristischen Orten sind auch immer mehr Bettler anzutreffen, die es auf die reichen Touristen abgesehen haben. Betteln ist in Burma nicht notwendig: Wer wirklich hungert, kann in den unzähligen Klöstern des Landes stets eine kostenlose Mahlzeit bekommen und ein Dach über den Kopf für eine Nacht. Wer trotzdem etwas geben möchte, sollte sich vor Augen halten, dass das durchschnittliche Monatseinkommen in Burma bei etwa 50 US-Dollar liegt: Ein Dollar ist daher schon eine großherzige Gabe. Besser ist es jedoch, die Einheimischen in Burma durch den Kauf günstigen Kunsthandwerks zu unterstützen.

Ethnische Unruhen in Myanmar

Der Vielvölkerstaat Burma ist von vielen inneren Konflikten geprägt, das Thema Sicherheit wird öfters mal wieder aufgeworfen. Die Regionen, die am meisten von bürgerkriegsähnlichen Unruhen betroffen sind, sind für Touristen meist ohnehin gesperrt, doch auch in den Großstädten kann es unter Umständen zu Bombenanschlägen kommen. Betroffen ist meistens das Wirtschaftszentrum Yangon, aber auch in Bago und Mandalay kam es zu vereinzelten Anschlägen. Für den Bundesstaat Rakhine mit Mrauk U und Sittwe gilt seit Juni 2012 der Ausnahmezustand und Touristen ist der Zugang verboten. Dies gilt allerdings nicht für Ngapali Beach.

Kommt es im Land zu Unruhen, greift das Militär meistens hart durch. Reisende, die sich zufällig in Yangon oder Mandalay in einer Menschenansammlung wiederfinden, sollten sich möglichst schnell davon entfernen.

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Infrastruktur

Eine Gefährdung der Sicherheit geht in Burma vor allem von der veralteten Infrastruktur aus. So sollten westliche Urlauber nach Möglichkeit darauf verzichten, selbst im Auto unterwegs zu sein. Die Straßen sind durchweg in ausgesprochen schlechtem Zustand und auf ihnen verkehren viele uralte LKWs, die nur noch von Gummi und Glaube zusammengehalten werden, sowie Ochsenkarren und völlig überladene Motorräder. Ein kurioses Erbe der britischen Kolonialzeit ist die Tatsache, dass zwar einerseits Rechtsverkehr auf den Straßen herrscht, aber andererseits noch viele Wagen mit englischer Steuerung (Steuer auf der rechten Seite) unterwegs sind.

Auch der Flugverkehr ist vom Thema Sicherheit betroffen: Selbst die Einheimischen vermeiden nach Möglichkeit Flüge mit der staatlichen Myanma Airways, die mit völlig veraltetem, schlecht gewartetem Fluggerät unterwegs ist. Myanma Airways darf NICHT mit „Myanmar Airways International“ (MIA) verwechselt werden, der internationalen Airline des Landes, die mit modernen Flugzeugen unterwegs sind. Die Flugzeuge der privaten Airlines Air Mandalay, Air Bagan und Yangon Airways sind zwar nicht die Neuesten, aber in der Regel sicher.

Sicherheit der Einheimischen

Die journalistische Berichterstattung lässt es häufig so wirken, als wären alle Burmesen eifrig bereit die Politik in ihrem Land zu diskutieren. Dies ist jedoch nicht der Fall. Bis vor einigen Jahren mussten Einheimische noch mit Gefängnisstrafen rechnen, wenn sie auch nur mit ausländischen Besuchern sprachen. Zwar ist dies heute nicht mehr der Fall, doch die Angst sitzt bei vielen noch tief. Es ist daher besser, die Einheimischen nicht mit politischen Fragen zu behelligen, sondern abzuwarten, ob diese von sich aus ein Gespräch in diese Richtung leiten.

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