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Shwedagon Pagode in Yangon

Die Shwedagon Pagode ist das wichtigste Heiligtum der Buddhisten in Myanmar und zugleich das Highlight unter den touristischen Sehenswürdigkeiten des Landes. Niemand, der das Areal der Pagode zum ersten Mal betritt, kann sich der überwältigenden Pracht dieses Monumentes entziehen. Die Shwedagon Pagode liegt auf dem Singuttara Hill, dem letzten Ausläufer der Pegu-Berge, die sich vom Mount Popa im Norden bis nach Yangon im Süden hinziehen und somit eine Verbindung zwischen den beiden religiösen Pilgerstätten herstellen.

Lage in Yangon

Der Singuttara Hill befindet sich etwa 3 Kilometer nördlich der Innenstadt von Yangon zwischen dem People’s Park und dem Kandawgyi Lake. Besucher können das Bauwerk von allen vier Seiten betreten. Am beliebtesten ist der Südaufgang, da die Straße aus der Innenstadt von Yangon hierhin führt. Auf dieser Seite und auf der Nordseite geht es mit einem Lift hinauf, während am Westaufgang Rolltreppen vorhanden sind. Die meisten Pilger nutzen jedoch die normalen 118 Stufen des Ostaufgangs, an dem zahlreiche Verkaufsstände Devotionalien anbieten.

Die Shwedagon Pagode in der Nacht bei voller Beleuchtung
Die Shwedagon Pagode in der Nacht bei voller Beleuchtung

Die Namensherkunft

Der Name setzt sich aus den Wörtern „Shwe“ und „Dagon“ zusammen. „Shwe“ bedeutet „Gold“, während sich das Wort „Dagon“ aus dem alten Begriff trihakumba entwickelt hat, der so viel wie „Drei Hügel“ bedeutet. Damit sind die drei Abstufungen des Singuttara Hill bei Yangon gemeint, auf denen das Bauwerk errichtet wurde: Der unterste Abschnitt entspricht heute dem Niveau der Straße, der mittlere Abschnitt dem gesamten Gelände der Pagode und auf dem höchsten Abschnitt wurde die beeindruckende goldene Stupa errichtet, die das Herz der Anlage bildet.

Auch in der Shwegadon Pagode hat die Moderne Einzug gehalten
Auch in der Shwegadon Pagode hat die Moderne Einzug gehalten

Mythen und Legenden von Myanmar

Um die Entstehung der Shwedagon Pagode ranken sich in Myanmar viele Mythen. So lebte vor über 2.500 Jahren in der Nähe des Singuttara Hills ein König mit Namen Okkalapa, der Reliquien der ersten drei mythischen Buddhas aufbewahrte: Den Stab Kassapas, die Robe Konagamanas und den Wasserfilter Kakusandhas. Eines Tages traf Okkalapa auf zwei Händler, die nach Indien gereist waren und dort dem historischen Buddha Gautama begegnet waren, der ihnen acht Haare schenkte. Gemeinsam mit den anderen Reliquien wurden die Haare des Gautama in einer mit Edelsteinen verzierten Schatulle in eine speziell eingerichtete Reliquienkammer im Herzen des Singuttara Hill gelegt. Über der Reliquienkammer wurde eine prachtvolle Pagode errichtet, die am Vollmondtag Tabaung im Frühling eingeweiht wurde. Noch heute wird in Myanmar zum Vollmond im Februar oder März ein großes Fest gefeiert, das an König Okkalapa erinnert.

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Ursprung und Geschichte der Shwedagon Pagode

Die Wahrheit ist vermutlich prosaischer: Erst die Mon-Königin Shinsawbu ließ während ihrer Regentschaft im späten 15. Jahrhundert den Grundstein auf einem 275 Meter mal 215 Meter großen Areal legen. Um die Stupa zu vergolden, stiftete die Königin ihr eigenes Gewicht in Gold. Eine großzügige Geste der leider sehr zierlichen Dame, die Quellen zufolge lediglich 40 Kilogramm auf die Waage brachte. Ihr Nachfolger Dhammazedi stiftete anschließend nicht nur sein eigenes Körpergewicht in Gold, sondern das seiner Gattin noch dazu.

Während eines schweren Erdbebens im Jahr 1768 wurde die Shwedagon Pagode stark zerstört und von König Hsinbyushin stark erweitert neu aufgebaut. Die zentrale goldene Stupa erhielt dabei ihre heutige beeindruckende Höhe von 99 Metern. Für die Vergoldung nutzte er das Gold, das er in der zerstörten Königsstadt Ayutthaya im Nachbarland Thailand erbeutet hatte. Nach dem zweiten anglo-burmesischen Krieg stiftete König Mindon eine neue Krone (Hti) für die Stupa als Ausdruck des burmesischen Nationalbewusstseins – während die seit 1852 in der naheliegenden Garnison stationierten britischen Soldaten argwöhnisch zusahen.

Auch im 20. Jahrhundert war die Shwedagon Pagode immer wieder Versammlungsort für das Volk von Myanmar. 1920 erhoben sich burmesische Studenten hier zum ersten Mal gegen die britischen Kolonialherren und 1988 trat Aung San Suu Kyi hier mit ihrer ersten öffentlichen Rede in das Bewusstsein ihres Landes.

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