Sehenswürdigkeiten von Myanmar

Die meisten Besucher von Myanmar folgen auf ihrer Reise der gleichen Route, die zu den vier wichtigsten Orten des Landes führt: Yangon, Bagan, Mandalay und dem Inle-See. Während niemand diese vier Orte verpassen sollte, hat Myanmar dem Besucher darüber hinaus noch einiges mehr an Sehenswürdigkeiten zu bieten – vorausgesetzt, der Zugang steht ausländischen Touristen offen.

Yangon als größte Stadt von Myanmar

Hier zählt der Besuch der Shwedagon-Pagode zum Pflichtprogramm unter den Sehenswürdigkeiten für jeden Myanmar-Reisenden. Die prachtvolle Anlage, die von der 99 Meter hohen, zentralen goldenen Stupa dominiert wird, ist nicht nur die wichtigste religiöse Stätte des Landes, sondern auch für Besucher ein überwältigender Anblick. Weitere lohnenswerte Ziele in der größten Stadt des Landes sind die Kyaukhtatkyi-Pagode mit einem 70 Meter langen liegenden Buddha und das National Museum. Niemand sollte sich von der grauen Betonfassade des Museums abschrecken lassen: In seinem Inneren birgt das National Museum auf fünf Etagen zahllose Schätze des Landes, darunter den prächtigen Löwenthron des letzten Herrschers, König Thibaw.

Lohnenswert ist auch ein Spaziergang durch das alte koloniale Viertel am Ufer des Yangon River mit seinem leicht verwitterten Charme und ein Bummel über den lebhaften Bogyoke Aung San Market. Bleibt noch genügend Zeit, bietet der Kandawgyi Lake nicht nur ein schönes Ziel für Spaziergänge im Grünen, sondern auch den Anblick einer nachgebauten „Karaweik“, einer königlichen Barke, die von weitem kaum als Schiff zu erkennen ist.

Bagan: Stadt der Pagoden

Von Yangon geht die Reise gewöhnlich weiter nach Bagan, der mittelalterlichen Königsstadt am Irrawaddy River mit ihren gut 2.000 Pagoden, die sich über eine Fläche von mehr als 30 Quadratkilometern verteilen. Während es durchaus möglich ist, die archäologische Zone von Bagan an einem einzigen Tag im Schnelldurchlauf zu besuchen, sollten sich Besucher möglichst zwei Tage Zeit nehmen um diesem einzigartigen Ort mit seinen Sehenswürdigkeiten gerechnet zu werden. Ein weiterer Tag sollte für einen Abstecher zum heiligen Mount Popa eingeplant werden.

Alte Köngsstadt Mandalay und seine Sehenswürdigkeiten

Von Bagan fahren Fähren und Flusskreuzfahrtschiffe den Irrawaddy hinauf in die alte Königsstadt Mandalay, die heute die zweitgrößte Stadt des Landes ist. Ihr zentraler Anziehungspunkt für Touristen ist der in den 90er Jahren neu aufgebaute Königspalast, eine weitläufige Anlage, deren historisches Vorbild die Verbotene Stadt in Beijing war. Das Original brannte im 2. Weltkrieg nieder. Zwei weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind die Kuthodaw-Pagode mit dem „größten Buch der Welt“ und die etwas außerhalb gelegene Mahamuni-Pagode. Ideal für einen Tagesausflug ist die alte Königsstadt Amarapura, nur wenige Kilometer von Mandalay entfernt: Vom alten Palast ist zwar nicht mehr viel übrig, doch dafür lockt der Taungthaman-See mit der U-Bein Brücke, der längsten Teakholzbrücke der Welt.

Der Inle See (Inle Lake)

Vierte und letzte Station der klassischen Burma-Rundreise ist der Inle-See im Hochland der Shan, der für seine „Einbein-Ruderer“ bekannt ist: Die Fischer des Sees halten das Ruder ihres Bootes mit einem Bein fest, um beide Hände für ihre Netze frei zu haben. Sehenswert ist der schwimmende Markt von Ywama und das Nga Phe Kyaung-Kloster mit seinen dressierten Katzen. Wer genügend Zeit mitbringt, kann das nahegelegene Indein besuchen oder die versunkene Tempelstadt Kakku mit ihren hunderten dicht an dicht gedrängten uralten Stupas.

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Viele weitere Alternativen bietet Myanmar

Wer mehr Zeit auf seiner Reise mitbringt, hat in Burma die Qual der Wahl zwischen vielen weiteren interessanten Orten und Sehenswürdigkeiten: Nördlich von Mandalay liegt die alte britische Sommerresidenz Maymyo, die heute Pwin U Lwin heißt aber noch viel von ihrer kolonialen Atmosphäre erhalten hat. Von Maymyo aus werden zahlreiche Trekking-Touren durch die Shan Highlands angeboten.

Tief im Süden, etwa 100 Kilometer von Yangon entfernt, befindet sich eine weitere wichtige Pilgerstätte der einheimischen Buddhisten: Der Kyaikhtiyo-Pagodenbau, der auch als „Goldener Fels“ bekannt ist. Wie dieser runde Felsen am Berghang klebt und dabei sämtliche Naturgesetze der Schwerkraft lächerlich macht, ist ein unvergesslicher Anblick. Vom Areal der Pagode aus bietet sich zudem ein wunderschöner Anblick über die Ebene bis hin zum Indischen Ozean.

Derzeit nur zeitweise für ausländische Besucher zugänglich ist der nördliche Bundesstaat Rakhine, der immer wieder von ethnischen Konflikten heimgesucht wird. Wenn die Gegend zugänglich ist, sollte sich niemand einen Besuch der alten Handelsstadt Mrauk U entgegen lassen, einst Hauptstadt des mächtigen unabhängigen Königreiches von Rakhine.

Entspannung nach der Rundreise in Myanmar bietet der wunderschöne Sandstrand von Ngapali Beach in der Nähe von Thandwe: Hier reihen sich hochwertige Ressorts aneinander, die Swimming Pools, Sonnenliegen und köstliches Essen bieten. Zur ernsthaften Alternative für Ngapali wird sich in den nächsten Jahren vermutlich das südlich gelegene Mergui-Archipel entwickeln, eine traumhafte Insellandschaft mit vielen schönen Stränden.

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