Sehenswürdigkeiten von Yangon

Das Highlight unter den Sehenswürdigkeiten von Yangon ist die Shwedagon Pagoda auf dem Singuttara Hill. Der Legende nach blühten zu Beginn der heutigen Zeitrechnung fünf Lotusblumen auf dem Hügel, die das Kommen der fünf Buddhas verhießen. Reliquien der vier vergangenen Buddhas werden in der Pagode aufbewahrt: Der Stab des Kakusandha, der Wasserfilter des Konagamana, ein Teil des Mantels des Kassapa und acht Haare des historischen Buddhas Gautama. Das Erscheinen des fünften Buddhas wird das Ende der aktuellen Zeitrechnung ankündigen.

Das Highlight der Stadt

Die prachtvolle zentrale Stupa ist 99 Meter hoch und wird seit ihrer Entstehung im 6. Jahrhundert ständig dicker: Vom König bis zum einfachen Bewohner spenden zahllose Burmesen dünnes Blattgold, das auf die Außenwand aufgetragen wird. Die Praxis geht auf die Mon-Königin Shin Sawbu zurück, die im 15. Jahrhundert ihr eigenes Gewicht in Gold stiftete. Schätzungen zufolge könnten sich mittlerweile bis zu 60 Tonnen Gold auf der Stupa angesammelt haben! Damit nicht genug: Die „Krone“ an der Spitze der Stupa ist mit 5.448 Diamanten und 2.317 Rubinen besetzt.

Besucher können die Shwedagon Pagode aus allen vier Richtungen erreichen. Der westliche Eingang ist mit einer Rolltreppe versehen und am südlichen Eingang gibt es einen Aufzug, der für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte gedacht ist. Wichtig: Da bereits am unteren Ende des Eingangs die Schuhe ausgezogen werden müssen, sollten sich Besucher den richtigen Eingang merken, sonst finden sie beim späteren Verlassen des Geländes ihre Schuhe nie wieder.

Gläubige umwandern die zentrale Stupa im Uhrzeigersinn. Auch für Individualtouristen lohnt es sich, einen der vielen halboffiziellen Führer anzuheuern, die am Eingang auf Kundschaft warten. Für derzeit nur 5 US-Dollar bieten die Führer umfassende Einblicke in die vielen faszinierenden Rituale rund um die Shwedagon Pagode und weisen auf viele kleinere Sehenswürdigkeiten wie Schreine, Monumente und Statuen hin, die sonst leicht übersehen werden können. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten gehört die 23 Tonnen schwere Maha Ganda-Glocke: Nach der ersten Eroberung Yangons im Jahr 1825 wollten die Briten die Glocke als Kriegsbeute mitnehmen, doch aufgrund des Gewichtes ließen sie sie in den Yangon River fallen. Nachdem alle moderne englische Technik versagte um das Ungetüm wieder zu heben, erklärten sie sich bereit, die Glocke an die Burmesen zurück zu geben. Diesen genügten einige Flöße aus Bambus und ein wenig göttliche Hilfe, um die Glocke zu bergen und zur Shwedagon zurück zu bringen. So will es die Legende zumindest. Ein Schlag auf die Glocke soll Glück bringen.

Weitere Sehenswürdigkeiten von Yangon

Es gibt jedoch in Yangon auch eine große Anzahl von weiteren Sehenswürdigkeiten, die wir hier nicht unerwähnt lassen wollen. Die Sule Pagode im Herzen Yangons mit ihrer 46 Meter hohen Stupa fällt im Vergleich eher bescheiden aus. Sie setzt im Zentrum einer sehr verkehrsreichen Kreuzung und ist umgeben von kleinen Läden.

In der prächtig vergoldeten Botatoung Pagode wird ein weiteres Haar des Buddha aufbewahrt. Da dieses Haar in einem verglasten mit Elfenbein eingerahmten Schrein aufbewahrt wird, können Besucher es sogar sehen.

Außerhalb des Stadtzentrums befindet sich die Chaukhtatgyi Pagode mit einem 72 Meter langen liegenden Buddha. Anders als der berühmte liegende Buddha von Wat Po in Bangkok ist dieser nicht vollständig mit Blattgold bedeckt, sondern trägt nur ein goldenes Gewand über weißer Haut und einem Gesicht mit roten Lippen und blauem Lidschatten. Die Unterbringung des Buddhas in einer Art Flugzeughangar ist nicht sonderlich atmosphärisch, doch die faszinierende Statue selbst ist den Abstecher wert.

Ebenfalls sehenswert ist die Mailamu Pagode am Stadtrand. Hierbei handelt es sich nicht um eine einzelne Pagode, sondern um eine Parklandschaft mit zahlreichen Statuen des Buddha, die unterschiedliche Szenen darstellen.

Lake Kandawgyi ist ein malerischer See am nordöstlichen Stadtrand von Yangon, in dem die Nachbildung eines traditionellen Karaweik vor Anker liegt. Dabei handelt es sich um die traditionellen Barken der burmesischen Könige, die wie schwimmende Paläste aussehen. Im Inneren des Karaweik befindet sich heute ein Restaurant.

Das Wohnhaus von Aung San Suu Kyi, in dem die burmesische Friedensnobelpreisträgerin viele Jahre unter Hausarrest verbrachte, ist heute ebenfalls eines der beliebten Sehenswürdigkeiten für Touristen. Seit das Militär im November 2010 ihre Stacheldrahtzäune und Betonmauern abriss, können Besucher wieder bis an das Haus heran gehen und Fotos machen. Das Haus in der University Avenue ist nicht zu verwechseln mit dem Haus ihres Vaters Aung San in der Natmauk Road, in dem ein kleines Museum unterbracht ist.

Aung San und sechs weitere Kabinettsmitglieder, die 1962 von Attentätern ermordet wurden, sind im sogenannten Martyrs‘ Mausoleum bestattet, das sich in der Nähe der Shwedagon Pagode befindet. Weitere bekannte Persönlichkeiten, die ihre letzte Ruhe hier gefunden haben, sind Aung San’s Ehefrau Khin Kyi, der burmesische UN-Generalsekretär U Thant und Königin Suphayalat, die Frau des letzten burmesischen Königs, der von den Briten ins Exil geschickt wurde.

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Das Nationalmuseum von Yangon in der Pyay Road müsste dringend renoviert und modernisiert werden. Trotzdem lohnt sich ein Besuch der Ausstellung, die viele Gegenstände der burmesischen Könige zeigt und über die Geschichte des Landes informiert.

Im Myanmar Gems Museum wird die Edelsteinproduktion des Landes dokumentiert. Neben einer Etage mit sehenswerten Ausstellungsstücken gibt es zwei weitere Etagen mit zahllosen Edelsteinhändlern für alle, die das nötige Kleingeld mitbringen.

National Races Village hat nichts mit Rennen zu tun sondern mit den unterschiedlichen Völkern von Myanmar. In einer Parklandschaft wurden traditionelle Häuser der vielen verschiedenen Stämme des Landes aufgebaut um ihre Lebensweise zu dokumentieren. Gerade für Besucher, die nicht genug Zeit mitbringen um in alle Regionen Myanmars zu reisen, ist der Park eine gute Gelegenheit, sich mit den verschiedenen Ethnien des Landes vertraut zu machen.

Entspannung bieten in Yangon die schönen grünen Ufer des Inya-See, der sich in der Nähe der Universität befindet, und der Mahabandoola Garden mit dem Unabhängigkeitsdenkmal.

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Ein Kommentar

  1. Hallo,

    ich finde den Artikel sehr nützlich für zukünftigen Reisenden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind hier wunderbar beschrieben und die Liste des Sehenswertes noch mit Museen + Parken ergänzt. Mir haben nur ein bisschen die Bilder gefehlt.
    Ich war am Anfang des Jahres in Yangon und habe eine Rundreise mit meiner Familie in der goldene Stadt gestartet und beendet. Wir haben unsere Erlebnisse mit vielen Infos und Tipps in einem Beitgrag zusammengefasst.

    Viele Grüße,

    Ildi

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