Sehenswürdigkeiten von Mandalay

Der wiederaufgebaute Königspalast in der Zitadelle gehört zu den größten und wichtigsten unter den Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum von Mandalay. Die meisten Gebäude sind leer, doch in der königlichen Empfangshalle warten Wachsfiguren von König Thibaw und seiner Königin auf Gäste wie einst die Originale. Gegenstände aus dem originalen Palast, Kleidungsstücke, Uniformen, Waffen und vieles mehr sind im Palastmuseum ausgestellt. Im Vergleich zu anderen bekannten Sehenswürdigkeiten oder zum Touristengewimmel in der Verbotenen Stadt von Beijing oder rund um den Grand Palace von Bangkok ist es in der Zitadelle von Mandalay ausgesprochen ruhig und die vielen verlassenen Gebäude schaffen eine einzigartige, leicht unheimliche Atmosphäre.

Gipfel als Touristenmagnet

Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert am Fuße des 230 Meter hohen Mandalay Hill erbaut, auf dessen Gipfel sich mehrere Klöster und Pagoden befinden. Die meisten Touristen treffen sich abends auf dem Gipfel um den einzigartig schönen Sonnenuntergang über der Ebene von Mandalay und dem Irrawaddy River zu beobachten. Es ist möglich, den Hügel zu Fuß hinauf zu steigen oder in einem Pick-Up mitzufahren, der seine Passagiere zum „Eingang“ des oberen Teils bringt, wo Eintritt kassiert wird (derzeit 3 US Dollar für ausländische Besucher).

Wichtige religiöse Stätten unter den Sehenswürdigkeiten

Die wichtigste religiöse Stätte von Mandalay ist die Kuthodaw Pagode am Fuß des Mandalay Hill, in der das größte Buch der Welt aufbewahrt wird. Dabei handelt es sich um 729 individuelle Texttafeln auf denen die Tripitake eingraviert ist, die Heilige Schrift des Theravada-Buddhismus. Jede einzelne Tafel ist in einer eigenen weißen Stupa untergebracht. Wer alle Tafeln lesen will, sollte Zeit mitbringen: Geschätzt wird, dass es 450 Tage dauert, sie alle zu lesen – bei acht Stunden Lektüre pro Tag. Die 729 kleinen Stupas sind um eine große vergoldete Stupa herum angeordnet, einer Nachbildung der berühmten Shwezigon Pagode von Nyaung U.

Im Eintrittspreis ist auch der Besuch der benachbarten Sandamuni Pagode enthalten, die über dem Grab des Prinzen Kanaung errichtet wurde. Der Neffe von König Mindon wurde von dessen Söhnen ermordet, weil ihr Papa ihn lieber als Thronfolger gehabt hätte. Im Inneren der Pagode steht der größte aus Eisen gegossene Buddha der Welt.

Größtes Heiligtum von Mandalay

Eines der größten Heiligtümer von ganz Myanmar und somit ein Highlight unter den Sehenswürdigkeiten liegt im Südwesten von Mandalay im Bezirk der ehemaligen Königsstadt Amarapura – die Mahamuni Pagode. Der Legende nach besuchte der Buddha im Jahr 554 v. Chr. den Staat Rakhine, wo König Sanda Thuriya eine Statue von ihm anfertigen ließ. Buddha atmete auf die Statue, die sich sodann in sein Ebenbild verwandelte – eines von nur fünf Ebenbildern des Buddha. Zwei weitere befinden sich in Indien und die anderen beiden im Paradies. Als der burmesische König Bodawpaya Rakhine im 18. Jahrhundert eroberte, ließ er die 4 Meter hohe Statue in drei Teilen heim in seine Residenzstadt Amarapura schaffen, wo sie in der Mahamuni Pagode eine neue Heimat fand.

Vom alten Königspalast in Amarapura ist heute nichts mehr zu sehen, da die Mauern später für den Straßenbau weiterverwendet wurden. Allerdings sind die Gräber der Könige Bodawpaya und Bagyidaw noch vorhanden, sowie ein Palastturm und mehrere Pagoden.

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Klosterbesuche

Ein Ausflug nach Amarapura wird in der Regel mit einem Besuch des Mahagandayon Klosters verbunden, das eines der größten von Myanmar ist. Leider ist das Kloster mittlerweile so bekannt, dass sich jeden Mittag das gleiche unwürdige Touristenspektakel abspielt: Während die über 1.000 Mönche in langen Reihen vor dem Speisesaal auf die Ausgabe des Essens warten, wuseln westliche Touristen busweise um sie herum um tolle Fotos zu schießen. Ein wenig mehr Respekt gegenüber den Mönchen wäre wünschenswert.

In der Nähe des Klosters führt die 1.200 Meter lange U-Bein-Brücke über den Thaungthaman-See. Sie sieht nach nicht viel aus, doch es handelt es sich um die längste Brücke aus Teakholz weltweit, die 1784 mit Holz aus dem damals abgebrochenen Königspalast von In-Wa gebaut wurde. Am anderen Ende der Brücke steht die Kyauktawgyi Pagode mit einem großen Buddha aus Marmor. Wer will, kann auch eine Bootsfahrt auf dem malerischen See unternehmen, in dessen Umgebung die Zeit still zu stehen scheint.

Wer noch nicht genug Sehenswürdigkeiten und Pagoden gesehen hat, fährt weiter nach Mingun 11km nördlich. Die schönste Art der Anreise ist mit dem Boot über den Irrawaddy River – morgens hin, nachmittags zurück. Direkt am Fluss liegt die schneeweiße Settawya, in der sich ein Fußabdruck des Buddha aus Marmor befindet. Hauptanziehungspunkt des Ortes ist jedoch die imposante Mingun, die König Bodawpaya ab 1790 errichten ließ und deren Bau nach seinem Tod halbfertig aufgegeben wurde. Die berühmte Mingun Glocke, die eigentlich für die Pagode gedacht war, ist heute in der Nähe zu sehen: Mit einem Gewicht von 87 Tonnen und einer Höhe von 4 Metern ist sie eine der größten Glocken der Welt. Mit einem Holzstock auf sie zu schlagen bringt Glück.

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