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Sehenswürdigkeiten von Bagan

Um Bagan und seine Sehenswürdigkeiten in Ruhe auf eigene Faust zu erkunden, gibt es mehrere Optionen: Die günstigste und unabhängigste Methode ist das Fahrrad. Viele Hotels bieten einen eigenen Fahrradverleih an und für kleines Geld kann den ganzen Tag nach Herzenslust über die Feldwege der archäologischen Zone geradelt werden um alle Bauten ganz in Ruhe zu erkunden. Allerdings sollten Touristen das Wetter nicht vergessen: Bei 30°C im Schatten und tropischer Schwüle kann das Radfahren schnell zur Strapaze werden.

Teurer aber auch wesentlich bequemer ist es, eine Pferdekutsche zu mieten. Am Eingang der archäologischen Zone und an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten warten Einheimische mit kleinen Kutschen, die von einem Pferd gezogen werden. In den Kutschen finden bis zu vier Personen Platz. As dritte Alternative kann man natürlich ein klimatisiertes Auto samt Fahrer wählen, welches sicherlich die teuerste Variante ist.

Eine Auswahl der wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Es ist unmöglich alle noch 2.000 existierenden Tempel und Pagoden als Sehenswürdigkeiten hier aufzuzählen. Aus diesem Grund beschränken wir uns auf einige der wichtigsten Monumente, die auf keinen Fall verpasst werden sollten:

Die Shwezigon Pagode in der Nähe von Nyaung-U gilt als die Mutter aller burmesischen Pagoden mit einer klassischen goldenen Stupa. Sie diente auch der berühmten Shwedagon Pagode von Yangon als Vorbild und bietet mit ihren zahllosen goldenen Verzierungen einen überwältigend schönen Anblick.

Die Shwesandaw Pagode in Bagan
Die Shwesandaw Pagode in Bagan

Die Shwesandaw Pagode bietet sich an, um einen guten Ausblick über die riesige archäologische Zone zu bekommen. Kilometerweit in jede Richtung dehnt sich das grüne bewaldete Gelände aus, aus dem überall immer wieder Stupas ragen. Die meisten Touristen kommen abends hierher um den wunderschönen Sonnenuntergang zu beobachten. Der Auf- und Abstieg ist ausgesprochen steil, vor allem barfuß! Wer nicht allzu trittfest ist, sollte mit dem ersten „Stockwerk“ der Pagode vorlieb nehmen. Weniger überlaufen ist die die Mingalazedi Pagode, von deren höheren Etagen sich ebenfalls ein toller Ausblick über Bagan bietet.

Ein Kuriosum ist die Manuha Pagode, die auf den gleichnamigen Herrscher der Mon aus dem 11. Jahrhundert zurückgeht, der zu dieser Zeit ein Gefangener des Königs Anawrahta von Bagan war. In ihr ist ein riesiger liegender Buddha versteckt, der kaum in seiner Gesamtheit zu sehen ist. Mit dem Bauwerk wollte Manuha wohl seinen Frust über die eigene Gefangenschaft ausdrücken.

Ein schönes Beispiel für die filigrane Handwerkskunst der Baumeister von Bagan ist die Sulamani Pagode mit ihren vielen herrlichen Stuckfassaden, Säulen und Gravierungen. Die meisten von ihnen sind noch in sehr gutem Zustand, darunter schöne Fresken in einem Innengang des Gebäudes.

Touristen beim Sonnenuntergang an der Shwesandaw Pagode
Touristen beim Sonnenuntergang an der Shwesandaw Pagode

Wer eine Bootsfahrt auf dem Irrawaddy unternimmt oder gar mit dem Flussdampfer anreist, wird sofort die goldene Stupa der Bupaya Pagode sehen, die direkt am Flussufer liegt. Bei dem heutigen Gebäude handelt es sich um eine neue Version der 1975 durch ein Erdbeben zerstörten historischen Bupaya Pagode.

Das größte Heiligtum von Bagan ist der Ananda Tempel, der um 1105 von König Kyanzittha im damals noch populären indischen Stil erbaut wurde. Die Stupa wurde jedoch erst 1990 zur Feier des 900. Jahrestages des Tempels vergoldet. In seinem Inneren befinden sich zahlreiche Statuen, darunter nicht nur des Buddhas, sondern auch von König Kyanzittha und von Shin Ahrahan, dem Mönch vom Stamm der Mon, der den König zum Buddhismus konvertierte.

Nicht weit entfernt ragt der weiße Thatbyinnyu Tempel aus dem Dschungel, in dessen dicken Mauern sich ebenfalls viele Statuen verstecken. Weitere bekannte Tempel sind der Htilominlo Tempel, der im Jahr 1218 vor dem Untergang des Königreiches gebaut wurde, und der Dhammayangyi Tempel. Dieser geht auf den ganz besonders menschenfreundlichen König Narathu zurück, der seinen eigenen Vater ermordete um den Thron zu besteigen. Die Maurer des Tempels ließ er hinrichten, wenn auch nur eine Nadel zwischen zwei Ziegelsteine passte. Es ist wenig verwunderlich, dass Narathu von einem Attentäter umgebracht wurde, noch ehe der Tempelbau fertiggestellt wurde.

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Nicht nur die Highlights in Bagan sind sehenswert

Wer Bagan besucht, sollte jedoch nicht nur die großen bekannten Sehenswürdigkeiten besuchen, sondern selbst auf Entdeckungsreise gehen. Immer wieder stolpert man im Dschungel über winzige Pagoden, in denen ein perfekt erhaltener Buddha von der Welt vergessen sitzt oder über andere Spuren der Vergangenheit. Für die meisten Tempel gilt zudem, dass sie nur schwach oder gar nicht beleuchtet sind, so dass es ratsam ist, eine kleine Taschenlampe dabei zu haben. Sicherheitsvorschriften wie im überregulierten Europa gibt es in Myanmar ebenfalls nicht: Wer die extrem steilen Treppen der großen Tempel und Pagoden hinaufklettert, tut dies auf eigene Gefahr!

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Ein Kommentar

  1. Eine der besten Möglichkeiten das gigantische Ausmass der Tempel Area zu erfassen und die von der Morgensonne goldig leuchtenden Pagoden zu bewundern, ist eine Ballonfahrt in Bagan.
    Der Winde trägt die Ballone jeden Morgen direkt über die 3`000 Pagoden und Stupas. Nirgends sonst auf dieser Welt kann man mit einem Ballon mitten über Archöologische Städten schweben.

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