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Scams und Betrügereien in Myanmar

Die Öffnung des Landes zur Welt und damit auch zum internationalen Tourismus führt dazu, dass sich die klassischen Scams in Südostasien auch nach Myanmar ausbreiten. Der mit Abstand bekannteste und beliebteste Betrug in Myanmar ist jedoch rückgängig und betrifft das Wechseln von Bargeld.

Klassischer Betrug beim Geld wechseln

Bis vor kurzem gab es in Myanmar keine andere Möglichkeit des Geldwechsels als den Tausch bei den jungen Herren, die sich vor allem an der Sule-Pagode im Zentrum von Yangon tummelten. Touristen brauchten nicht lange zu warten, bis sie angesprochen wurden, ob sie Geld tauschen wollten. Im Idealfall ging die Transaktion reibungslos ab: Der Geldwechsler nahm die Dollarscheine (nur saubere, neue, ungeknickte Dollars!) entgegen und gab eine korrekte Summe an burmesischen Kyats heraus – meist ein dickes Geldbündel, denn der Wechselkurs liegt bei etwa 850-900 Kyat pro Dollar.

Allerdings lud dieses System auch zu Betrug ein: So wurde zu einem weitaus schlechteren Kurs gewechselt oder die Bündel an Kyat-Noten bestanden zur Hälfte aus buntem Papier. Im schlimmsten Fall verschwand der Geldwechsel auch einfach mit den Dollarscheinen um die Ecke und tauchte nicht wieder auf.

Mittlerweile ist es zum Glück nicht mehr notwendig, auf der Straße klammheimlich Geld zu tauschen, so dass diese Scams leichter vermieden werden können. Banken tauschen Kyat zu fairen Wechselkursen von etwa 800-850 Kyat pro Dollar und offizielle Wechselstuben, zum Beispiel an der Sule-Pagode oder am Bogyoke Aung San Market, bieten sogar noch günstigere Kurse. Dazu besteht nun die Möglichkeit, Kyat auch ganz einfach am Geldautomaten abzuheben.

Taschendiebstahl in Myanmar

Im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern ist Myanmar ein ausgesprochen sicheres Reiseland. Da die Militärregierung ängstlich um den Ruf des Landes besorgt ist (eine Ironie, die den Machthabern scheinbar nicht auffällt), werden Diebstähle und andere Übergriffe gegen westliche Touristen hart bestraft.

Mindestens genauso bedeutend ist jedoch der buddhistische Glaube der Burmesen: Wer in diesem Leben kriminelle Taten begeht, wird im nächsten Leben durch eine schlechtere Wiedergeburt bestraft. Dennoch bedeutet dies nicht, dass sich Touristen in Myanmar vollkommen sorglos verhalten sollten. Gerade im dichten Gedrängel, zum Beispiel auf dem Bogyoke Aung San Market, können Taschendiebe lange Finger machen.

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Scams in Bagan – „Hilfsbereite“ Einheimische

Aus Bagan kommen Berichte wonach sich an den wichtigsten Pagoden gerne „hilfsbereite“ Einheimische tummeln, die sich den Touristen nicht nur als Führer anbieten, sondern sie direkt zu bestimmten Statuen führen und ihnen dort Blumen oder Blattgold aufdrängen, um die Statuen damit zu schmücken. Anschließend werden weit überhöhte Preise verlangt, z.B. 5000 Kyat für einen kleinen Blumenkranz. Besucher sollten sich vor Augen halten, dass sie – auch wenn Myanmar im Vergleich zu Nachbarländern wie Thailand und Vietnam noch wenig besucht wird – nicht die einzigen sind, die nach Bagan kommen. Auch hier tummeln sich tagtäglich Touristen an den Sehenswürdigkeiten und kein Einheimischer fühlt sich aus reiner Menschenliebe bemüßigt, ihnen zu helfen.

Daneben gibt es Kleinigkeiten, die manche Touristen stören, andere dagegen nicht. So kann ein Tourist getrost davon ausgehen, dass er von Taxifahrern über den Tisch gezogen wird, wenn er z.B. vom Hotel in Yangon zur Shwedagon-Pagode gefahren werden will. Andererseits handelt es sich um – für europäische Verhältnisse – geringe Beträge in einem sehr armen Land.

Kleine Mönche in ihren orangefarbenen Roben wissen, dass sie für westliche Touristen unwiderstehliche Motive abgeben und posieren auch gerne – um anschließend die Hand aufzuhalten. Auch hier sollte sich niemand über diese Art des Scams ärgern und den Kindern lieber einen Dollar geben, der für sie und ihr Kloster viel Geld ist.

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