Regionen in Myanmar

Grob gesagt lässt sich Myanmar in drei geografische Regionen einteilen: Das zentrale Ober-Myanmar am Irrawaddy mit den großen Städten, das tropische Nieder-Myanmar, in dem großflächig Reis angebaut wird und das Hochland entlang der Grenze zu China und Thailand mit seinen undurchdringlichen Urwäldern und hohen Bergen. Touristen werden sich in erster Linie im Ober-Myanmar aufhalten, wo sich die meisten Sehenswürdigkeiten von Burma befinden.

Provinz Yangon

Die ehemalige Hauptstadt und größte Metropole Yangon nordöstlich des Irrawaddy-Deltas ist die Region mit der größten Bevölkerungsdichte von Myanmar. Fast 6 Millionen Menschen leben in dieser Provinz, die meisten davon in der Stadt selbst. Der Internationale Flughafen der Stadt ist das Tor von Burma zur Welt, so dass sich auch die meisten Firmen in der Region niederlassen. Über den Twante Canal ist dei Stadt mit dem Irrawaddy und dem Indischen Ozean verbunden. Touristen finden in dieser Region nicht nur einzigartige Sehenswürdigkeiten wie die Shwedagon Pagode, sondern auch die beste Infrastruktur und die größte Auswahl an Hotels.

Sonnenuntergang am Irrawaddy Fluss
Sonnenuntergang am Irrawaddy Fluss

Im Westen grenzt es an die Verwaltungseinheit Irrawaddy-Delta, zu dem beliebte Badeorte wie Chaungtha und Ngwesaung Beach gehören, die auch von Expats und Urlaubern in Yangon besucht werden. Das Irrawaddy-Delta gilt als „Reisschale Asiens“, da hier große Mengen Reis angepflanzt werden. Die Badeorte und historisch interessanten Orte wie Pathein geben dem Delta eine große touristische Zukunft. 2008 wurde die Region durch den Zyklon Nargis stark zerstört. Während die Regierung sich Einmischung aus dem Ausland verbat, schätzten Hilfsorganisationen die Zahl der Todesopfer durch Nargis auf bis zu 100.000 Menschen.

Region Mandalay

Mandalay ist die zweitwichtigste Region des Landes, die durch die Verlegung der Hauptstadt nach Nypyidaw in dieser Provinz noch einmal an Bedeutung gewonnen hat. Mandalay selbst besitzt einen hochmodernen großen Flughafen, der in naher Zukunft für internationale Flüge geöffnet werden soll, sowie eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten in Myanmar wie den ehemaligen Königspalast. Von Yangon über Mandalay verläuft die wichtigste Bahnlinie des Landes, die bis Myitkyina im Hochland nahe der chinesischen Grenze führt. Auch die Weltkulturerbestätte Bagan mit ihren hunderten uralten Pagoden gehört zur Provinz Mandalay.

Shan State

Im Staat der Shan liegt die vierte große Sehenswürdigkeit des Landes, der Inle-See, der bei keiner Burma-Rundreise fehlen darf. Der Shan State ist die flächenmäßig größte Region des Landes, doch für Touristen sind nur wenige Bereiche zugänglich. Der Inle-See wird gewöhnlich über den kleinen Flughafen von Heho erreicht.

Rakhine

Die Provinz Rakhine, früher Arakan genannt, umfasst den nördlichen Küstenstreifen von der Grenze zu Bangladesch bis zum Irrawaddy-Delta. Hier befindet sich u.a. die alte Königsstadt Mrauk-U und der beliebte Badeort Ngapali Beach. Es ist zu erwarten, dass die Küste in den nächsten Jahren touristisch entwickelt werden wird. Allerdings kommt es in Rakhine immer wieder zu ethnischen Konflikten zwischen der buddhistischen Mehrheit und der muslimischen Minderheit, die die weitere Entwicklung möglicherweise behindern wird.

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Südprovinzen

Ähnliches gilt für die südlichsten Provinzen des Landes, Mon und Tanintharyi (Tenasserim), die an das Andamische Meer grenzen. Zu den wichtigsten Orten gehören die ehemalige britische Provinzhauptstadt Moulmein, die heute Mawlamyaing geschrieben wird und Dawei, die Hauptstadt von Tanintharyi. Vor der Küste liegt die Inselgruppe Mergui, die aus über 800 Inseln unterschiedlichster Größe besteht. Schon jetzt strömen Taucher zu den noch völlig unentdeckten (und unzerstörten) Korallenriffen der Region, die jedoch von der Dynamitfischerei bedroht sind. Seit 1997 besteht ein Abkommen mit thailändischen Tourismus-Investoren aus Phuket um einige der größeren Inseln touristisch zu entwickeln. Die Insel Thahtay Kyun, nahe der Grenze zu Thailand, wurde bereits komplett an eine Investorengruppe aus dem Nachbarland verpachtet, die hier das Fünf-Sterne-Resort Andaman Club mit Casino und Golfplatz eröffnete.

Andere Regionen bzw. Provinzen

Die „States“ der ethnischen Minderheiten wie der Chin an der Grenze zu Indien oder der Kachin im Hochland nahe der chinesischen Grenze, sind für Touristen derzeit nicht oder nur stark eingeschränkt zugänglich.

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