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Preise und Preisniveau von Myanmar

Der Tourismusboom, der seit der Freilassung von Aung San Suu Kyi vor zwei Jahren in Myanmar eingesetzt hat, führte zu einer regelrechten Explosion der Preise. Es sind jedoch nicht nur ausländische Urlauber, die das Preisniveau für Hotelübernachtungen in die Höhe treiben, sondern auch die zahllosen Geschäftsleute aus aller Welt, die sich einen Anteil am zu erwartenden Kuchen in Myanmar sichern wollen. Hiervon ist besonders die Wirtschaftsmetropole Yangon betroffen, wo die Zahl der Hotelbetten schon länger nicht mehr ausreicht um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Deckelung der Preise für Hotels

Bereits im Sommer 2012 kündigte die Regierung von Myanmar an, die Preise für ein Hotelzimmer auf maximal 150 US Dollar pro Nacht zu deckeln, nachdem sie sich in den vorausgehenden Monaten teilweise verdoppelt und verdreifacht hatten. Das legendäre Strand Hotel von Yangon, das bis vor einem Jahr noch eine Auslastung von 15-20% verzeichnete, war in den Sommermonaten 2012 durchweg ausgebucht und die Zimmerpreise stiegen auf bis zu 333 $ pro Nacht.

Schwierigkeiten gab es auch bei den Flügen nach Myanmar, wo die Nachfrage das Angebot ebenfalls stark übersteigt. Der veraltete Flughafen von Yangon ist trotz des neuen internationalen Terminals jetzt schon an die Grenzen seiner Kapazitäten gelangt und die Inlandsflüge sind aufgrund der fehlenden Alternativen am Boden meist komplett ausgebucht. Steigende Preise sind auch hier die Folge.

Kosten für Reisende in Myanmar

Burma war noch nie ein so billiges Reiseland wie die generelle Armut vermuten ließ. Zwar konnten (und können) Individualreisende sehr günstige Mahlzeiten für umgerechnet 50 Cent an den Garküchen der Städte bekommen, doch für eine Hotelübernachtung in einem Mittelklassehotel mit sauberen Zimmern und Klimaanlage muss mit mindestens 50-60 $ pro Nacht gerechnet werden. Eine Mahlzeit in einem sauberen Restaurant kostet zwischen 5 und 10 $.

Warum dieses Preisniveau?

Hintergrund für dieses hohe Preisniveau ist die Tatsache, dass der Tourismus in Myanmar fest in den Händen der Militärjunta war, die sich auf diese Art dringend benötigte Devisen besorgte. Mittlerweile erhalten jedoch auch immer mehr Privatleute eine Lizenz um ein Guesthouse, Hotel oder Restaurant zu betreiben, in dem ausländische Gäste bedient werden dürfen.

Einige aktuelle Beispiele für das Preisniveau, welches für größere Städte wie Yangon und Mandalay gilt (Stand Januar 2013): Eine Mahlzeit in einem einfachen Restaurant ca. 3 US-Dollar, in einem gehobenen Restaurant bis zu 18 $. Dazu etwa 0,80 US-Dollar für Softdrinks oder $1,20 einheimisches Bier. Eine dose Importbier, z.B. das beliebte Tiger Beer aus Malaysia oder Singha Beer aus Thailand schlägt dagegen gleich mit über 5 $ zu Buche. Eine kleine Flasche Wasser (0,33l) kostet umgerechnet etwa 30 Cent.

Ein Bett im Schlafsaal eines einfachen Guesthouses ist bereits für 5 US Dollar pro Nacht zu haben – allerdings müssen Gäste hier in der Regel auf eine Klimaanlage verzichten und dürfen vor allem keine nennenswerte Hygiene nach westlichen Vorstellungen erwarten. Für ein anständiges Hotel mit Klimaanlage und Frühstück muss mit 50-60 $ für ein Doppelzimmer gerechnet werden. Zur Hochsaison können die Preise noch weiter steigen.

Inlandsflüge haben in Burma etwa genau das gleiche Preisniveau wie in anderen südostasiatischen Ländern. Der einstündige Flug zwischen Yangon und Mandalay kostet beispielsweise knapp 100 $. Ein Bett im Schlafwagen der Eisenbahn kostet dagegen nur 33 $- allerdings bei 16 Stunden Fahrt. Fernbusse legen die Strecke in 10-12 Stunden zurück und kosten etwa 12 $.

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Eintrittspreise für Touristen

Wie fast überall in Asien gibt es auch in Burma die ärgerliche Praxis, ausländische Touristen wesentlich mehr Eintritt für Sehenswürdigkeiten zahlen zu lassen als einheimische Besucher. Für die meisten größeren Sehenswürdigkeiten muss mit einem Eintrittspreis von 3-5 $ gerechnet werden. Wer seinen Fotoapparat benutzen will, zahlt einen Zuschlag. Und auch wenn ein Eintrittsgeld für den Besuch einer Pagode oder eines Klosters gezahlt wurde, wird dennoch häufig eine weitere Spende erwartet. Es empfiehlt sich, kleine Kyat-Scheine bereit zu halten, die gerne als Spenden angenommen werden.

Trinkgelder sind wenig verbreitet, werden aber natürlich gerne angenommen. Dies gilt vor allem für Taxifahrer, Gepäckträger in den besseren Hotels und die Führer auf Trekking-Touren.

Bei Besuchen in den Dörfern der Stämme von Burma werden neben Bargeld auch gerne Sachspenden als Geschenke angenommen, z.B. Spielzeug und Süßigkeiten für die Kinder oder Stifte.

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