Nationalparks

Insgesamt besitzt Myanmar neun Nationalparks, sowie zahlreiche Tierschutzgebiete im gesamten Land. Dies sollte Besucher jedoch nicht dazu verleiten zu glauben, dass derzeit schon ein mit dem Nachbarland Thailand vergleichbarer Ökotourismus möglich ist.

Der größte Nationalpark von Myanmar

Der größte und älteste Nationalpark des Landes, der 1.605 Quadratkilometer große Alaungdaw Kathapa Nationalpark bei Sagaing ist zum Beispiel nur im Rahmen eines 27 Kilometer langen Fußmarsches und auf dem Rücken eines Elefanten erreichbar. Der Park ist beliebt bei buddhistischen Pilgern, die zum Schrein von Maha Kathapa pilgern, einem Schüler Buddhas, dessen Grab heute innerhalb der Parkgrenzen liegt.

Ausländische Besucher können eine mehrtägige Reise in den Nationalpark buchen, in der eine Bootsfahrt zum Park, ein Elefantenritt sowie ein Führer, Übernachtungen und Mahlzeiten mit inbegriffen sind. Die Mühe lohnt sich vor allem für Tierfreunde, da im Alaungdaw Kathapa Nationalpark eine große Herde wilder asiatischer Elefanten lebt, die in kleinen Gruppen durch das Gebiet ziehen. Auch Bären, Raubkatzen und zahllose seltene Vogelarten sind hier beheimatet.

Wesentlich leichter zu erreichen ist der Hlawga Nationalpark nördlich von Yangon. Der Park wurde erst 1982 am Rande des Hlawga-Sees eingerichtet und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische, Touristen und Schulklassen. Besucher können sich mit Safari-Bussen über das Gelände fahren lassen, auf einem Elefanten reiten oder die vielen Wanderpfade durch den Dschungel nutzen. Innerhalb des Parks befindet sich auch ein Schmetterlingsgehege, ein Reptilienpark und eine Ausstellung über die vielen Insekten von Myanmar. Wilde Tiere wie Tiger, Leoparden und Bären sind im Mini-Zoo zu besichtigen, jedoch nicht in freier Wildbahn.

Nationalparks für Trekking Touren

Ein beliebtes Ziel bei Wanderern unter den Nationalparks von Myanmar  ist der Mount Popa Nationalpark in der Nähe von Bagan, der den Vulkan Mount Popa umschließt (der nicht mit der religiösen Pilgerstätte Mount Popa zu verwechseln ist, bei der es sich um einen kleineren Felsen in der Nähe des Vulkans handelt!). Das etwa 129 Quadratkilometer große Gebiet wurde 1989 zum Nationalpark erklärt und wird von vielen Wanderern besucht, die zum Gipfel des Vulkans hinaufsteigen. Zu den im Park heimischen Wildtieren gehören verschiedene Affenarten, Wildschweine, Raubkatzen und die hirschartigen Muntjaks, die aufgrund ihrer bellenden Laute auch „Barking Deer“ genannt werden.

Ein Ziel, das sich gerade erst als touristische Destination für Ausländer öffnet, ist der Nat Ma Taung Nationalpark im Chin State, im Nordwesten des Landes. Mit dem Mount Victoria (Nat Ma Taung Mountain) im Zentrum bedeckt der Park eine Fläche von 720 Quadratkilometern. Die Anreise über Kanpet-let ist derzeit noch recht mühsam, doch Wanderer finden rund um den 3.053m hohen Mount Victoria eine einzigartige, unberührte Natur, in der einige seltene Vogelarten und Orchideen beheimatet sind, die es sonst nirgendwo gibt. Auch der fast ausgerotteten asiatische Tiger hat hier einen seiner letzten Rückzugsorte gefunden.

Ähnlich attraktiv ist der Kakaborazi Nationalpark im Kachin State im alleräußersten Nordosten Burmas, der den höchsten Berg des Landes, den 5.334 Meter hohen von Gletschereis bedeckten Hkakabo Razi umgibt, der noch zum Himalaya gehört. Die Region war lange für ausländische Besucher gesperrt und erst im Jahr 1996 gelang dem Japaner Takashi Ozaki als erstem Menschen der Aufstieg zum Gipfel. Der Park gilt heute noch als weitgehend unerforscht und nur wenige Bereiche werden für den Eco-Tourismus freigegeben. Die Anreise erfolgt über Myitkyina und Putao, wo auch kürzere Wanderungen angeboten werden.

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Marine Nationalpark für die Meer- und Küstengebiete

Um das empfindliche Mergui-Archipel vor der südlichen Westküste von Myanmar zu schützen, wurde der Lampi Island Marine Nationalpark eingerichtet. Damit sollen sowohl die Korallenriffe im Meer als auch die noch unberührten Regenwälder und Mangroven auf der Insel Lampi geschützt werden. Derzeit ist das Mergui-Archipel noch fast vollkommen unbebaut, doch wenn einmal die ersten Urlaubsorte entstanden sind, dürften auch Ausflüge in den Nationalpark angeboten werden.

Ganz in der Nähe, im Hochland der Tenasserim Hills an der Grenze zu Thailand, wurden der Lenya Nationalpark und der Naintharyi Nationalpark eingerichtet um den tropischen Regenwald der Region vor der kompletten Abholzung zu schützen. In den Parks sind u.a. Elefanten, Leoparden und Muntjaks heimisch, sowie die nur in dieser Region vorkommende Vogelart Gurney’s Pitta, die bei Vogelfreunden in Thailand als „meistgesuchter Vogel“ gilt.

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