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Mit Kindern nach Myanmar reisen

An der Frage, ob es sinnvoll ist, mit Kindern nach Myanmar zu reisen, scheiden sich die Geister. Dabei ist von Reisen mit Kleinkindern eher abzuraten, während ältere Kinder von einer Begegnung mit diesem faszinierend „altmodischen“ Land profitieren werden.

Myanmar ist nicht so gut für Kleinkinder als Reiseziel geeignet

Kleinkinder bis zu drei Jahren erinnern sich später ohnehin nicht mehr an Reisen und werden bei langen Fahrten in Bussen oder auf den erforderlichen Inlandsflügen eher leiden. Mit Pagoden können sie noch nichts anfangen und körperlich anstrengende Wanderungen (z.B. auf den heiligen Mount Popa) sind für sie kaum möglich. Auf der anderen Seite leiden sie darunter, wenn die gewohnte Babykost nicht aufzutreiben ist und die vor Ort angebotene Milch nicht getrunken werden darf. Dazu kommen die mangelnde Hygiene und die fehlende medizinische Rundum-Versorgung. Kleine Kinder haben nicht die gleichen robusten Abwehrkräfte wie Erwachsene und englischsprechende Ärzte sind außerhalb von Yangon Mangelware.

Natürlich wird es immer wieder Eltern geben, die versichern, dass eine Burma-Reise mit Kleinkindern „kein Problem“ war und die Kleinen „super viel Spaß“ hatten, dennoch sollte sich jeder die Frage stellen, ob es wirklich dieses medizinisch unterversorgte, tropische Land sein muss, wenn es in der Region wesentlich reichere modernere Länder mit hervorragender medizinischer Infrastruktur und vielfältigen kindgerechten Attraktionen gibt. Lieber nun Thailand oder Malaysia wählen und Burma in einigen Jahren, wenn das Kind älter und robuster ist.

Burma mit älteren Kindern

Für ältere Kinder (ab dem Grundschulalter) ist eine Reise nach Myanmar dagegen ein einzigartiges Erlebnis, das mit Sicherheit dazu beitragen wird, dass sie die Welt mit anderen Augen sehen werden. Freizeitparks mit Achterbahnen oder Spaßbäder mit Wasserrutschen werden sie in Myanmar natürlich nicht finden – sie werden aber sehen, wie gleichaltrige Kinder in diesem Land aufwachsen, als kleine Mönche zeitweise im Kloster leben oder auf den Feldern bei der Reisernte helfen. Sie werden zwar nicht mit den einheimischen Kindern reden können, doch sie werden mit ihnen Fußball spielen oder zum Chinlone spielen eingeladen werden.

Auch die Begegnung mit den Handwerkern vor Ort, die Blattgold herstellen oder feine Lackwaren, das Marionettentheater von Mandalay und die vielen prächtigen Pagoden werden ältere Kinder begeistern. Und so manches Kind, das zuhause kaum vom iPad oder der Spielkonsole wegzulocken ist, wird hier so richtig aufblühen und die Technik im Hotelsafe liegenlassen.

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Welche Ziele kann man denn ansteuern?

Lediglich in der Hauptstadt Yangon gibt es einige Attraktionen, die auf Familien mit Kindern ausgerichtet sind. Am bekanntesten und beliebtesten ist der Mya Kyun Thar Amusement Park auf einer Insel im Inya Lake mit einem Riesenrad, Karussells und anderen Fahrgeschäften. Weitere beliebte Ziele sind der View Point Amusement Park, der Yangon Zoo und der Botanische Garten Mahabandoola Garden.

Ende 2012 eröffnete das von Chinesen betriebene „Ice Wonderland“ am Kandawgyi Lake, eine künstliche Schneewelt mit Schlittenbahn, Skipisten und Eisskulpturen. Für Europäer, die unter der tropischen Hitze in Myanmar leiden, eine willkommene Abkühlung.

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