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Malaria-Prophylaxe für Myanmar

Wer in Myanmar unterwegs ist, sollte sich rechtzeitig mit dem Thema Malaria-Prophylaxe auseinander setzen. Lediglich die Stadtgebiete von Yangon und Mandalay, sowie die Tiefebenen unter 1.000 Meter gelten als malariafrei. Am bei Touristen beliebten Inle-See, in den Bergen und auch am Ngapali Beach besteht zumindest ein geringes Risiko, das in der Regenzeit ansteigt.

Malaria-Prophylaxe durch Medikamente

Die vorbeugende Einnahme von Malaria-Medikamenten ist nicht notwendig. Empfohlen wird Stand-By-Prophylaxe, d.h. die Mitnahme von Medikamenten, die nur dann eingenommen werden müssen, wenn tatsächlich eine Malaria-Infektion vorliegt. Empfehlenswert sind Stand-By-Medikamente mit dem Wirkstoff Doxycyclin (u.a. Vibramycin) oder den Wirkstoffen Atovaquone/Proguanil (u.a. Malarone), während der Wirkstoff Mefloquin (u.a. Lariam) für Myanmar nicht mehr empfohlen wird, da es häufiger zu Resistenzen kommt.

Expositions-Prophylaxe wirkungsvoller

Sinnvoller als der Erwerb teurer Medikamente, die vermutlich nicht benötigt werden, ist jedoch die sogenannte Expositions-Prophlaxe, als der Schutz vor Mückenstichen in Myanmar an sich. Dadurch wird nicht nur eine Infektion mit Malaria verhindert, sondern auch mit Dengue-Fieber, gegen das es überhaupt keine Medikamente gibt und das ebenfalls durch Mücken übertragen wird. Das Gemeine an der Sache: Während Malaria von der nachtaktiven Anophelesmücke übertragen wird (zu 71% Malaria tropica), wird das Dengue-Fieber durch die tagaktive asiatische Tigermücke (Stegomyia albopicta) übertragen. Auf Schutz vor Mückenstichen sollte also in Myanmar rund um die Uhr geachtet werden.

Anti-Mücken-Spray mit DEET gehört auf jeden Fall in die Reiseapotheke und sollte morgens und abends auf die Haut aufgetragen werden. Sinnvoll ist es auch, den Mücken so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten, d.h. möglichst wenig nackte Haut zu zeigen. Lange Hosen, Strümpfe und geschlossene Schuhe sowie langärmelige Hemden, Blusen und Tuniken sind hier die beste Wahl. Dazu ein leichter Schal und ein Sonnenhut und die Mücken finden kaum noch einen Ort, an dem sie zustechen können. Helle Kleidung ist dabei effektiver als dunkle Kleidung.

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Auf eigene Faust unterwegs in Myanmar?

In den meisten Unterkünften in Myanmar sind entweder Moskitonetze vorhanden oder die Fenster mit Fliegengitter geschützt. Wer jedoch plant, bei Trekking-Touren in einfachen Dorfhütten zu schlafen oder nur billigste Hostels mit Schlafsälen zu nutzen, sollte sicherheitshalber ein eigenes Moskitonetz mitnehmen.

Vor allem in der Dämmerung ist Vorsicht geboten: So gibt es zwar nichts romantischeres als auf der Veranda des eigenen Holzbungalows auf Stelzen über dem Inle-See in die Sterne zu schauen, doch wer dabei die Türe ins hell erleuchtete Zimmer offen lässt, rollt den Mücken gewissermaßen den roten Teppich aus.

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