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Kyaiktiyo Pagode – Goldener Felsen

Die Kyaiktiyo Pagode, die auch als „Goldener Felsen“ bekannt ist, gehört zu den bekanntesten Bildmotiven von Myanmar. Nachdem die Region lange Zeit für Ausländer nicht zugänglich war, darf der Küstenstreifen um Moulmein (Mawlamyine) aktuell wieder bereist werden. Dies kann sich jedoch jederzeit ändern, so dass es immer gut ist, sich vorher in Yangon nach dem aktuellen Stand der Dinge zu erkunden.

Goldener Felsen von Myanmar

Die Pagode selbst ist lediglich 7,3 Meter hoch, doch sie steht auf einem fast runden Granitfelsen, der selbst entgegen den Gesetzen der Schwerkraft direkt an einem Abhang zu kleben scheint. Der Legende nach steht der Felsen auf einem Haar des Buddha. Im Laufe der Zeit brachten Gläubige so viele hauchdünne Goldblättchen auf dem Granitfelsen an, dass dieser mittlerweile ebenfalls golden erstrahlt und zu Recht als „Golden Rock“ weit über die Grenzen von Myanmar bekannt ist. Nach der Shwedagon Pagode in Yangon und der Mahamuni Pagode in Mandalay ist die Kyaiktiyo Pagode das drittwichtigste Pilgerziel der burmesischen Buddhisten.

Der Goldene Felsen an der Kyaiktiyo Pagode
Der Goldene Felsen an der Kyaiktiyo Pagode

Der Name „Kyaiktiyo“ setzt sich aus Worten der Mon-Sprache zusammen und bedeutet übersetzt „Die Pagode auf dem Kopf des Einsiedlers“. Damit wird Bezug auf eine alte Legende genommen, wonach der Buddha einst einem Einsiedler namens Taik Tha eine Haarsträhne überließ, die dieser dem König gab. Dabei äußerte der Einsiedler den Wunsch, dass die Haarsträhne in einem Felsen aufbewahrt wurde, der wie sein Kopf geformt war. Der König, der über magische Kräfte verfügte, entsprach dem Wunsch und schuf die Felsenpagode. Etwa 300 Meter entfernt befindet sich eine weitere kleine Stupa, die Kyaukthanban Pagode. Dies war der Legende nach das Boot, das einst den Stein des Königs an diesen Ort brachte.

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Wie erreiche ich es am besten von Kyaijtiyo?

Der goldene Felsen kann von Besuchern über mehrere Möglichkeiten erreicht werden: Die leichteste Möglichkeit ist das Taxi oder ein organisierter Minibus, der seine Gäste in Yatetaung absetzt, wo der Tempelbereich beginnt. Ab hier müssen die Schuhe ausgezogen werden. Von Yatetaung sind es noch etwa 1,2 Kilometer bergan. Pilger, die schlecht zu Fuß sind, können sich auch gegen ein Entgelt in einer Sänfte (!) den Berg hinauftragen lassen. Nicht empfehlenswert für schwergewichtige Touristen aus dem Westen.

Die klassische Pilgerstrecke, die heute auch gerne von Wanderern genommen wird, beginnt im Ort Kinpun, der sich 16 km entfernt am Fuß des Kyaiktiyoberges befindt. Die Wanderung durch Bambuswälder und Bananenplantagen nach Yatetaung dauert etwa vier Stunden. Immer wieder finden sich Verkaufsstände, Imbisse und Schreine entlang des Weges, die Pilger und Wanderer mit dem Nötigsten versorgen.

Wer den Goldenen Felsen erreicht hat, wird mit einem wunderschönen Ausblick über diese Region von Myanmar bis zur Küste von Tenasserim und den tiefblauen indischen Ozean belohnt. An klaren Tagen geht der Blick bis zum Nachbarland Thailand im Süden und zu den goldglänzenden Pagoden von Bago im Norden von Myanmar. Alleine um den Sonnenuntergang zu erleben, lohnt es sich eine Übernachtung in Kyaiktiyo oder Kinpun einzuplanen. Direkt am Eingang des Tempelbereiches liegt das Kyaiktiyo Hotel mit ansprechenden Zimmern. Vorsicht: Viele Herbergen rund um den Goldenen Felsen sind den einheimischen Pilgern vorbehalten und nehmen Touristen nur im Notfall auf.

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