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Hygiene in Myanmar

Der Standard im Bereich Hygiene ist in Myanmar definitiv nicht auf einem europäischem Level. Die bisherige Abschottung hat hier sicherlich auch nicht förderlich gewirkt. In gehobenen Hotels und Restaurants können westliche Besucher durchaus ihren gewohnten Hygienestandard und westliche Toiletten erwarten. Da hört es in Myanmar jedoch leider schon auf.

Das Leitungswasser darf auf keinen Fall getrunken werden, da Besucher sonst Magen-Darm-Infektionen epischen Ausmaßes riskieren. Reguläres Trinkwasser ist jedoch überall problemlos in Flaschen erhältlich und wird auch in den meisten Hotels kostenlos zur Verfügung gestellt. Beim Kauf von Wasserflaschen an Straßenständen muss darauf geachtet werden, dass der Schraubverschluss noch fest versiegelt ist. Es gibt immer wieder Zeitgenossen, die gebrauchte Flaschen mit Leitungswasser befüllen und diese als „neu“ verkaufen.

Essen allgemein in Myanmar

Zum Essen wird in Myanmar fast immer dünner grüner Tee serviert, der bedenkenlos getrunken werden kann, da das Wasser abgekocht wurde. Eiswürfel in Softdrinks sollten vermieden werden, da diese meistens aus Leitungswasser hergestellt werden. Milch wird in Asien allgemein eher selten verwendet. Bei Milkshakes, Milchkaffee und ähnlichem kann es vorkommen, dass unpasteurisierte Milch verwendet wird, die zu Magenproblemen führt. Besser ist es, während der Burma-Reise auf den gewohnten Latte Macchiato zu verzichten.

Bei Rohkost und Obst gelten die gleichen Hygiene-Vorsichtsmaßnahmen wie in anderen tropischen Ländern: Cook it, peel it or forget it. Zum Glück gibt es eine Vielzahl köstlicher tropischer Früchte, die ohnehin ohne Schale gegessen werden und in Burma überall leicht zu finden sind. Auch lokale Spezialitäten wie der Salat aus grünen Tomaten am Inle-See oder der Ingwer-Salat können in besseren Restaurants problemlos genossen werden.

Hände waschen sollte Standard sein in Myanmar
Hände waschen sollte Standard sein in Myanmar

Ganz wichtig: Vor jedem Essen und nach der Toilettenbenutzung unbedingt die Hände waschen! Es kann auch nicht schaden, ein kleines Fläschchen mit Desinfektionsmittel für die Hände bei sich zu tragen. Krankheitskeime werden fast immer über die Hände übertragen, zum Beispiel an Türklinken, Wasserhähnen oder beim Festhalten in Bussen. Hier kann man mit einfacher Hygiene vielen Problemchen aus dem Weg gehen!

Street Food

Generell ist das Essen, das in den unzähligen Garküchen auf Myanmars Straßen zubereitet wird, gesundheitlich unbedenklich. Neben den üblichen Reis- und Nudelgerichten werden in Burma viele köstliche Currys zubereitet, in denen auch frisches Gemüse verwendet wird.

Vorsicht ist bei Fruchtsäften geboten, die ebenfalls häufig an Straßenständen verkauft werden. Besucher sollten nur Fruchtsäfte annehmen, die frisch vor ihren Augen gepresst wurden. Wird Fruchtsaft „fertig“ in Plastikbechern angeboten, ist der Saft häufig mit Wasser gestreckt worden.

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Toilettenstandards in Burma

In gehobenen Restaurants und Hotels finden Touristen westliche Toiletten zum Sitzen, doch ansonsten dominieren in Myanmar die überall in Asien gebräuchlichen „Squats“ zum Hocken. Statt Toilettenpapier gibt es einen Schlauch zum Abspülen, europäische Hygiene-Standards gibt es hier eher selten. Wer stattdessen unbedingt Papiertaschentücher verwenden will, sollte dieses in den bereitstehenden Eimer entsorgen und nicht abspülen, da das Papier die altersschwachen Leitungen verstopft. In Burma ist es auch nichts Außergewöhnliches, sich für das kleine Geschäft in die Büsche zu schlagen. Touristen werden beispielsweise im weitläufigen Pagodenbezirk von Bagan auch kaum um diese Option herumkommen.

Gesundheit

Arztbesuche, die über das Verschreiben von Kopfschmerztabletten hinausgehen, sollten in Myanmar möglichst vermieden werden. Die Hygiene-Standards in Praxen und Krankenhäusern sind schlecht und häufig werden nicht ausreichend sterilisierte Instrumente verwendet. Dies kann leicht zu Infektionen führen, zum Beispiel zu Hepatitis B und C oder AIDS/HIV. Wer eine ärztliche oder auch zahnärztliche Behandlung benötigt, sollte lieber ins Nachbarland Thailand ausreisen und sich dort behandeln lassen.

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