Hotels, Hostels & Homestays: Unterkünfte in Myanmar

Bis vor einigen Jahren war es Privatpersonen in Myanmar noch streng verboten, ausländische Gäste in irgendeiner Form bei sich aufzunehmen. Die wenigen Hotels in Myanmar waren in der Hand der Militärregierung bzw. deren weitläufiger Familien. Mittlerweile hat sich die Situation jedoch entspannt, so dass Reisende mit schmalem Budget heute eine große Auswahl von kleineren Hostels und Boutique Hotels vorfinden.

Hotels in Myanmar

Durch die Öffnung des Landes hat in den letzten Jahren ein wahrer Run auf Myanmar eingesetzt – nicht nur Touristen aus aller Welt strömen in eines der letzten, noch unentdeckten Länder der Erde, auch Geschäftsreisende fallen in Burma ein, um sich ein Stückchen des wirtschaftlichen Kuchens zu sichern. Gerade in der Metropole Yangon übersteigt die Nachfrage nach Hotelzimmern mitunter das Angebot – und die Preise schießen entsprechend in die Höhe. Kostete ein Zimmer im Jahr 2011 in einem Vier-Sterne-Hotel zu Beginn des politischen Tauwetters noch umgerechnet etwa 70 US-Dollar, war der Preis innerhalb eines Jahres auf 260 US-Dollar gestiegen – eine Verteuerung um 400 Prozent.

In den touristischen Hotspots von Myanmar sieht es nicht besser aus – in Bagan mussten Touristen Berichten zufolge sogar in Klöstern oder auf Fußböden schlafen, weil es nicht genügend Hotelzimmer gab. Wer also Wert auf eine gute Unterkunft legt, sollte gerade in der Hauptsaison im Voraus buchen.

Hostels in Burma

Was für Hotels gilt, gilt in ähnlichem Maß auch für Hostels – allerdings ist die Lage hier weniger angespannt, denn die Geschäftsreisenden und Pauschaltouristen, die nun auf organisierten Rundreisen ins Land strömen, schlafen gewöhnlich nicht in Hostels mit Mehrbettzimmern. Allerdings wurden auch hier Preissteigerungen von bis zu 300 Prozent beobachtet – und ein Bett im Schlafsaal kann in gefragten Orten wie Yangon oder Bagan in der Hauptsaison gut und gerne 20 bis 30 US-Dollar kosten. Als Hauptsaison gilt die Zeit von Dezember bis April – in der Nebensaison sinken die Preise dann wieder auf unter 10 US-Dollar.

Weiterhin sollte hier beachtet werden, dass die Hostels nicht unbedingt dem gewohnten Standard aus Nachbarländern wie Thailand entsprechen, sondern eng und chaotisch sind und oft weder über Klimaanlage noch über WiFi verfügen. Diese Mängel machen die Besitzer jedoch meist mit Herzlichkeit und Gastfreundschaft wieder wett.

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Homestays im Land

Trotz der angespannten Lage im Hotel- und Hostelbereich, ist es Privatpersonen weiterhin nicht erlaubt, ausländische Gäste bei sich aufzunehmen. Tourismusminister U Htay Aung begründete die Entscheidung im August 2013 mit den Worten, dass „Ausländer die burmesischen Bräuche missachteten und die Traditionen gefährdeten“. Als Beispiele nannte er, dass Ausländer nicht nach Osten gewandt schlafen und nicht bereit seien, mit der ganzen Familie einen einzigen Löffel zu teilen, um aus einem Topf Suppe zu löffeln. Naja. In Wahrheit dürfte es eher an der Panik der Militärjunta vor den Ausländern an sich liegen: Wer in Hotels schläft, muss sich nämlich bei den örtlichen Behörden melden (was die Hotelbesitzer meist übernehmen). Private Gäste lassen sich nicht so leicht kontrollieren.

Allerdings gibt es auch offizielle Ausnahmen, zum Beispiel in ländlichen Gegenden ohne Hotels und inoffizielle Ausnahmen, zum Beispiel über Privatzimmervermittler wie AirBnB.

Die einzige Möglichkeit des bei Touristen so beliebten Aufenthaltes in Privathäusern in kleinen Dörfern auf dem Land ist die Teilnahme an Trekkingtouren in Myanmar. Hier ist es durchaus möglich, dass der einheimische Führer Übernachtungen in privaten Unterkünften organisieren kann.

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