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Die Highlights von Myanmar

Myanmar – oder Burma – gehört zu den faszinierendsten Reiseländern der Welt. Die jahrzehntelange Abschottung des Landes durch die Militärjunta hat dazu geführt, dass in Myanmar wortwörtlich die Zeit stehen geblieben ist. Zwar ist dies für die Einwohner vor allem tragisch, doch zugleich ermöglicht es Besuchern den Blick auf ein traditionelles, ländliches Südostasien, das in den Nachbarländern so kaum noch zu erleben ist. Der Verkehr hält sich in Grenzen und die sonst allgegenwärtigen internationalen Ketten sind ganz abwesend. Das einfache Landleben ist von Armut und tiefem Glauben geprägt, der sich in den zahllosen Klöstern und goldbedeckten Stupas widerspiegelt, die im ganzen Land verteilt sind.

Zu den Highlights zählen die Menschen selbst

Wer nach Burma reist, muss sich von vielen Erwartungen verabschieden: Die Uhren hier gehen noch langsamer als in Thailand und ausländische Smartphones haben bis heute nur teilweise ein Netz. Dies machen die Einwohner, denen viele Jahre lang der Kontakt mit  Ausländern verboten war, jedoch durch Herzlichkeit und Gastfreundschaft schnell wieder wett. Die lange Isolation hat zu einer großen Neugier auf andere Länder geführt und Besucher werden immer wieder Fragen beantworten müssen.

Dennoch darf nicht vergessen werden, dass Myanmar – trotz aller Anzeichen für eine Entspannung – noch immer von den Militärs mit harter Hand regiert wird und noch immer politische Gefangene festgehalten werden. Offene Kritik am System ist daher fehl am Platze.

Die Sehenswürdigkeiten von Myanmar

Es soll Reisende geben, die bereits nach einigen Tagen darüber klagen, dass es „außer Pagoden nichts zu sehen gibt“. Wer ständig „Action“ und neue „Highlights“ braucht, Unterhaltungsmöglichkeiten, ausgefallene Risikosportarten oder Freizeitparks, sollte nicht nach Myanmar reisen. Es ist gerade die Einfachheit und die Urtümlichkeit des Landes, die es zu einem so besonderen Ziel macht. Und kaum eine Pagode gleicht der anderen. Wer kann sich schon der überwältigenden Pracht der Shwedagon Pagode in Yangon entziehen oder der Schönheit eines Sonnenuntergangs auf dem Mandalay Hill mit seinen Pagoden? Unvergleichlich auch die Kuthodaw Pagode von Mandalay mit ihren 729 Stupas, in denen das „größte Buch der Welt“ aufbewahrt wird, der heilige Mount Popa oder der Goldene Fels der Pagode von Kyaikhtiyo.

Kuthodaw Pagode von Mandalay mit ihren 729 Stupas
Kuthodaw Pagode von Mandalay mit ihren 729 Stupas

Und natürlich gibt es noch mehr Highlights zu sehen als Pagoden: Den wiederaufgebauten Königspalast in Mandalay zum Beispiel, dessen mächtiger Löwen-Thron heute im Nationalmuseum in Yangon ausgestellt ist, der malerische Inle-See mit seinen schwimmenden Gärten oder den kolonialen Charme der alten britischen Hill Station Maymyo (heute Pyin U Lwin) im Hochland der Shan. Bauwerke, die von der Leistung der Ingenieure zeugen, sind das berühmte Eisenbahn-Viadukt von Gokteik und die U Bein-Brücke, die ganz aus Teakholz errichtet wurde und auf 1,2 km Länge den Taungthaman-Lake bei Amarapura überquert.

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Kultur von Burma live erleben

Im Land haben viele uralte Traditionen überlebt, die jeder Besucher früher oder später bemerken wird. So fallen sofort die vielen Frauen und Kinder ins Auge, deren Gesichter mit einer gelben Paste eingeschmiert sind und die vielen Besuchern Rätsel aufgibt. Es handelt sich dabei um Thanaka, das aus Baumrinde gewonnen wird und sowohl zum Sonnenschutz als auch zur Hautpflege dient.

Auch die vielen Chinlone-spielenden Kinder und Jugendlichen fallen schnell auf, denn das flotte herausfordernde Spiel mit Rattanbällen ist in Burma mindestens genauso populär wie Fußball. Auf uralte Traditionen blickt dagegen das Marionettentheater Yoke The zurück, das heute vor allem in der Region Mandalay lebendig gehalten wird. Was auf den ersten Blick wie typisches Touristenspektakel wirkt, weicht schon bald einer grenzenlosen Faszination darüber, wie geschickt die Puppenspieler ihre Figuren mit über 20 Fäden manipulieren und zum Leben erwecken.

Zu den Highlights zählt sicherlich auch noch die köstliche burmesische Küche, die sich durch ihre Vielfalt auszeichnet. Die ethnischen Minderheiten haben alle ihre eigenen Rezepte dazu beigetragen, zu denen sich weitere Einflüsse aus den Nachbarländern China, Thailand und Indien gesellen. Ohne einmal das klassische Frühstücksgericht Mohinga zu probieren oder „Lahpet“, eingelegte Teeblätter aus dem Hochland der Shan, darf niemand Burma verlassen. Natürlich gibt es auch „typische“ Gerichte Südostasiens wie die allgegenwärtigen „Chicken with Rice“-Gerichte oder Nudelsuppen.

Von den Gebirgszügen im Nordosten von Myanmar zu den tropischen Palmenstränden der Küste ist Burma ein vielfältiges, faszinierendes Reiseland mit vielen Highlights, das endlich aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Es lohnt sich, möglichst bald dieses Land zu entdecken, ehe auch hier der westliche Kapitalismus mit aller Macht einfällt.

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