Heiraten in Myanmar

Paare, bei denen ein Partner die burmesische Staatsangehörigkeit besitzt, reisen soweit irgendwie möglich nach Thailand oder Singapur, um dort ihre Ehe zu schließen – dies sagt genug über die bürokratischen Steine aus, die die burmesische Militärregierung ihnen in den Weg legt. Für ausländische Paare, die von einer romantischen „Hochzeit am Palmenstrand“ träumen, ist Myanmar denkbar ungeeignet. Sie sollten sich eher an das Nachbarland Thailand halten, das mit ausländischen Touristen vertraut ist und in dem sich zahlreiche Hotels und Agenturen darauf spezialisiert haben, Ausländern eine „Traumhochzeit“ zu bieten.

Heirat in Burma?

Das Gerücht, dass es ausländischen Männern verboten ist, eine burmesische Frau zu heiraten, ist zwar nicht wahr, hat jedoch einen ernsthaften Hintergrund: Menschenhändler nutzen die große Armut in Burma aus, um jungen Frauen ein besseres Leben als Ehefrau in reichen asiatischen Ländern wie Thailand, Korea und Japan vorzugaukeln und sie mit einer Ehe zu ködern. Einmal in der neuen Heimat angekommen, werden die Frauen zur Prostitution gezwungen. Um diesen Menschenhändlern das Handwerk zu legen, werden heute in Burma kaum noch Eheschließungen zwischen einheimischen Frauen und ausländischen Männern erlaubt.

Wer unbedingt eine Burmesin oder einen Burmesen heiraten will, sollte dies also am besten im Ausland tun. Dies ist dann allerdings auch wieder mit etlichen Hürden verbunden, nicht zuletzt mit dem Problem, dass in Burma kaum Geburtsurkunden bestehen (die z.B. das deutsche Standesamt verlangt). Auch werden mittlerweile Sprachtests für die Einreise nach Deutschland verlangt.

Die Deutsche Botschaft in Yangon hält auf ihrer Website lediglich einen lapidaren Hinweis bereit, dass „Deutsche keine Eheschließung in Myanmar anstreben sollten“.

Wo ein Wille ist, ist natürlich immer ein Weg und so lohnt es sich natürlich auf jeden Fall, bei der Botschaft konkret nachzufragen, wie eine Eheschließung mit einem burmesischen Partner bewerkstelligt werden kann.

Buddhistische Zeremonien in Myanmar

Während das Christentum die Hochzeit als „Eheversprechen vor Gott“ behandelt und die kirchliche Trauung von einem Pfarrer durchgeführt wird, sieht der Buddhismus die Hochzeit als „irdische Sache“ (lokiya) an. Dies bedeutet, dass buddhistische Mönche in Burma keine Hochzeiten durchführen – es ist also sinnlos, auf ein solches Ritual zu hoffen. Mönche werden lediglich zu einem Mittagessen (soon-chway) eingeladen, um das Paar zu segnen und ihm eine Gelegenheit geben „Merit“ zu verdienen. Auch bringen Paare gerne Opfer zum Tempel.

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