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Flora in Myanmar

Myanmar ist zu weiten Teilen mit tropischem Regenwald und einer damit verbundenen bemerkenswerten Flora bedeckt. Dabei wird zwischen dem immergrünen tropischen Regenwald und dem sogenannten Monsunwald unterschieden, der mehrere trockene Monate kennt, in denen viele Bäume ihre Blätter verlieren. Im Hochland von Burma kommen zudem größere Trockenwälder und Savannen vor, sowie immergrüne Koniferenwälder. Entlang der Küste und im Irawaddy-Delta gibt es noch immer größere Mangrovenwälder, die jedoch in den letzten Jahren stark unter Abholzung und Naturkatastrophen wie dem Zyklon Nargis gelitten haben.

Flora noch in Teilen unerforscht

Aufgrund der jahrzehntelangen Abschottung des Landes durch die Militärregierung sind große Teile der birmanischen Flora und auch Fauna noch immer unerforscht. Die wichtigsten Informationen der lokalen Flora stammen noch aus Büchern, die während der Kolonialzeit im frühen 20. Jahrhundert von britischen Naturforschern geschrieben wurden. Es ist anzunehmen, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern wird.

Den Briten ist auch das Abholzen großer Waldstücke zu verdanken, um Land zum Anbau von Reis zu gewinnen. Während der Kolonialzeit war Myanmar einer der wichtigsten Reislieferanten der Welt, doch die Produktion wurde nach der Unabhängigkeit stark zurückgefahren. Berühmt ist das Land zudem für seine Teakwälder: Etwa 70% der weltweiten Teakholzproduktion stammt aus Burma. Da die Nachfrage nach „Möbeln im Kolonialstil“ oder im „asiatischen Stil“ nach wie vor hoch ist, muss befürchtet werden, dass die Teakwälder durch die Öffnung von Myanmar für den internationalen Handel stark leiden werden.

Kein seltener Anblick: Baumwolle in Myanmar
Kein seltener Anblick: Baumwolle in Myanmar

Zu den weiteren Baumsorten, die im tropischen Flachland weit verbreitet sind, gehören Bambus, Hevea und Kautschuk, sowie verschiedene Palmen wie die Ölpalme, die Kokospalme und die Zuckerpalme, aus der der örtliche Schnaps, Toddy genannt, destilliert wird. Entlang der Küsten wachsen Mangroven, Palmen, Kasuarinen und Hibiskusbäume, die den starken Winden am Indischen Ozean trotzen können.

Blumenliebhaber werden sich für Myanmar begeistern können, denn in den riesigen Wäldern wachsen zahllose wilde Orchideensorten und auf den Seen schwimmen hunderte Lotusblumen. Insgesamt werden etwa 25.000 unterschiedliche Blumenarten in Burma vermutet, von denen viele noch gar nicht näher erforscht worden sind.

Im Frühling blüht der „Padauk“, ein Busch mit gelben Blüten, der in der Botanik Pterocarpus Macrocarpus genannt wird. Der Padauk gilt als Nationalblume des Landes und als Symbol für das birmanische Neujahr Thingyan, das in die Blütezeit des Padauk im April fällt.

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Myanmar: Reich an Früchten und Obst

Burma ist wie kaum ein zweites Land mit zahllosen verschiedenen Obstbäumen gesegnet, die die Einwohner das ganze Jahr über mit köstlichen Früchten versorgen. Besonders weit verbreitet ist die Mango, von der es heißt „Das beste Fleisch ist Schweinefleisch, die beste Frucht ist Mango und die besten Blätter sind Teeblätter“. Daneben sind auch Ananas, Papayas, Wassermelonen und Bananen überall zu finden. Die an Orangen erinnernden Früchte sind asiatische Tangerinen, die süßer und saftiger sind als die in Europa erhältlichen Tangerinen. Ebenfalls beliebt sind Jackfruit und die berühmt-berüchtige Durian, die im Hochland der Mon wächst und über den Irawaddy in die Städte gebracht wird.

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