Feiertage und Ferien in Myanmar

Auch in Myanmar ist an bestimmten Feiertagen viel los! Manche vermeiden große Feiertage lieber, weil dann das halbe Land unterwegs ist und die Preise für Hotelzimmer und öffentliche Verkehrsmittel in die Höhe schießen, andere wollen gerade dann vor Ort sein um mitzufeiern.

Thingyan – Das Neujahrfest auf Burmesisch

Der wichtigste Feiertag im Jahreskalender von Myanmar ist Thingyan, das burmesische Neujahrsfest, das auch „Water Festival“ genannt wird und mit Songkran im benachbarten Thailand vergleichbar ist. Allerdings orientiert es sich nicht mehr am buddhistischen Mondkalender, sondern wurde von der Regierung auf die Tage vom 13. bis 16. April festgelegt. Für die Schüler des Landes bedeutet dieser Feiertag außerdem das Ende des Schuljahres und den Beginn der langen Sommerferien.

Thingyan beginnt mit dem A-Kyo-Nei-Abend, an dem die Burmesen zunächst zum Tempel gehen und den Mönchen spezielle Opfergaben mitbringen, darunter „nga pyaw pwe oun pwe“, eine grüne Kokosnuss, noch mit Stängel, die von grünen Bananen umringt ist, und Zweige des Jambulbaumes. Anschließend übergießen die Gläubigen die Buddhafiguren mit parfümiertem Wasser. Nach diesem zeremoniellen Auftakt wird in jedem Dorf mit Musik und Tänzen in das eigentliche Neujahresfest – A-Kya-Nei – hineingefeiert.

An diesem Tag ist niemand vor plötzlichen Wasserattacken aus Eimern, Töpfen, Wasserpistolen oder Schläuchen sicher – eine willkommene Erfrischung in der heißesten Jahreszeit. Am dritten Tag der Feiertage werden die Ältesten gewürdigt und viele Enkel besuchen ihre Großeltern, um ihnen die Haare zu waschen. Für viele junge Männer ist Thingyan auch die Zeit, um einige Zeit ins Kloster zu gehen und sich dem Studium des Dharma zu widmen.

Weitere Feiertage in Myanmar

Neben Thingyan gibt es nur wenige offizielle staatliche Feiertage in Myanmar, an denen niemand arbeiten muss. Dies sind der Unabhängigkeitstag am 4. Januar, der „Union Day“ am 12. Februar, der „Peasant’s Day“ am 2. März (dem Jahrestag der Machtergreifung von General Ne Win) und der Tag der Streitkräfte am 27.März.

Der einzige offizielle buddhistische Feiertag in Myanmar ist der Vollmond im Monat Tabaung (Ende März), der in allen buddhistischen Ländern große Bedeutung hat: An diesem Vollmondtag versammelten sich ohne vorherige Verabredung 1.250 „Erleuchtete“, um den Buddha sprechen zu hören und erhielten von ihm die wichtigsten Prinzipien des Buddhismus, die „Ovadapatimokha“. Um diesen Festtag wird in Yangon auch das zehntägige Shwedagon Pagoda Festival gefeiert.

Andere buddhistische Feiertage wie der Beginn und das Ende der Fastenzeit, der Vollmond im Monat Tazaungmon und der Vollmond im Monat Kason werden lediglich observiert. Am 19. Juli wird außerdem der „Märtyrertag“ begangen, der an das Attentat auf Aung San und andere Kabinettsmitglieder in Burma am 19. Juli 1947 erinnert.

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Ferien in Burma

Das burmesische Schulsystem ist noch immer stark in der Entwicklung begriffen und vor allem in ländlichen Gebieten übernehmen die örtlichen Klöster noch immer Bildungsaufgaben. „Ferien“ im eigentlichen Sinne gibt es daher nicht – die Schüler haben an buddhistischen Feiertagen und wenn ihre Eltern ihre Hilfe benötigen schulfrei. Erst in den letzten 10 Jahren wurden „Schuljahre“ nach westlichem Vorbild in den Schulen eingeführt. In diesen Schulen endet das Schuljahr im März und beginnt Anfang Juni wieder. Die „großen Ferien“ fallen also auf die Zeit des burmesischen Neujahres und vor allem von Jungen wird häufig erwartet, dass sie ihre Ferien nicht in der Hängematte verbringen, sondern im Kloster.

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