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Empfohlene Impfungen für Myanmar

Aufgrund der schlechten Hygiene-Standards in Myanmar sollten Reisende unbedingt darauf achten, dass alle empfohlenen Impfungen aktuell sind. Da in der Regel bei Impfungen eine gewisse Vorlaufzeit von Nöten ist, sollte man sich rechtzeitig mit diesem Thema bei einer geplanten Reise nach Myanmar auseinandersetzen.

Neben den Standard Impfungen gemäß Robert Koch Institut wird als dringende zusätzliche Reiseimpfung Hepatitis empfohlen. Erst bei Langzeitaufenthalten oder speziellen Urlaubszielen bzw. Urlaub in entlegeneren Regionen sollten auch Impfungen gegen Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis hinzukommen.

Im Folgenden werden die empfohlenen Impfungen für Myanmar jeweils noch einmal gesondert erläutert. Bitte beachten Sie den Hinweis am Ende dieses Artikels!

Hepatitis A und B

Die größte Gefahr geht in Myanmar von Hepatitis A und B aus. Bei Ersterer handelt es sich um eine Leberentzündung, die durch gleichnamige A-Virus übertragen wird. Die Übertragung erfolgt in der Regel über Schmutz-Schmierinfektionen und über mit Kotrückständen verunreinigte Lebensmitteln. Eine Hepatitis A-Impfung ist daher in Ländern mit niedrigem Hygiene-Standard wie Myanmar ausgesprochen wichtig und gehört zu den empfohlenen Impfungen.

Hepatitis A ist nicht mit B zu verwechseln, einer Infektionskrankheit, die durch Körperflüssigkeiten wie Blut und Sperma übertragen wird. Da die Impfung gegen B erst seit 1995 zum Programm der Standardimpfungen des Robert Koch Institutes gehört, müssen sich ältere Reisende selbst um ihren Impfschutz kümmern. Besonders gefährdet sind medizinische Helfer, die im Reiseland mit Blut in Kontakt kommen und Menschen mit häufig wechselnden Sexualkontakten.

Während die Schutzimpfung gegen Hepatitis A nur einmalig erfolgen muss, sind für die B Variante insgesamt drei Immunisierungen erforderlich. Die dritte erfolgt dabei erst sechs Monate nach der ersten Impfung.

Tollwut

Während die Tollwut in Europa kaum noch vorkommt, ist sie in Asien weit verbreitet. Hauptüberträger sind wilde Tiere, aber auch infizierte Haushunde und -katzen, die den Virus in die Dörfer ihrer Besitzer schleppen. Ist diese zum Ausbruch gekommen, führt sie grundsätzlich zum Tod. Zwischen dem ersten Ausbruch der Krankheit und dem Tod liegen dabei maximal sieben Tage. Wird sie schnell behandelt, d.h. direkt nach dem Biss eines möglicherweise tollwütigen Tieres, ist sie dagegen heilbar.

Die sogenannte Tollwut „Schutzimpfung“ ist keine Schutzimpfung im eigentlichen Sinne, sondern verlängert die Zeit bis zur unbedingt notwendigen Einnahme eines Gegenmittels um 24 Stunden, die ein Leben retten können. Gerade in Burma, wo die medizinische Versorgung schlecht ist und diese Mittel nicht immer zur Verfügung stehen, sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Aus diesem Grund gehört es in diesen Fällen zu den für Burma empfohlenen Impfungen.

Besteht der Verdacht auf Tollwut muss die Behandlung unbedingt so schnell wie möglich erfolgen, notfalls durch eine Ausreise nach Bangkok. Urlauber sollten sich möglichst von streunenden Hunden fernhalten, aber auch die vielen Affen z.B. am Mount Popa auf Abstand halten.

Typhus

Typhus ist eine weitverbreitete Infektionskrankheit, die mit hohem Fieber einhergeht. Da sie vor allem in Ländern mit niedrigem Hygiene-Standard auftritt, wo der Virus z.B. durch verseuchtes Trinkwasser übertragen wird, ist eine Präventivimpfung bei einer Reise nach Burma sinnvoll. Die Typhus-Impfung gibt es als Schluckimpfung oder als Spritzimpfung. Der Impfschutz setzt bereits nach zehn bzw. sieben Tagen ein. Mediziner empfehlen in der Regel einen Kombinationsimpfstoff.

Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis ist eine schwere Gehirnentzündung, die in ganz Asien auftritt und durch Stechmücken übertragen wird. Die Schutzimpfung erfolgt zweimal, wobei die zweite Impfung erst 28 Tage nach der ersten Dosis durchgeführt werden kann.

Cholera

Der Vollständigkeit halber soll auch die Cholera-Impfung erwähnt werden, die für Normalreisende in der Regel nicht empfohlen wird. Wer allerdings längere Trekking-Touren in abgelegenen Gebieten plant, sollte sich zumindest zum Impfschutz beraten lassen, um einer Cholera-Erkrankung vorzubeugen. Die Infektion erfolgt durch mit Bakterien verseuchtes Trinkwasser und tritt in Südostasien immer wieder epidemie-artig auf.

Gelbfieber

Eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber wird nur bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert, nicht jedoch bei Einreise aus Deutschland und anderen europäischen Staaten.

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Malaria und Dengue Fieber

Gegen die weitverbreitete Malaria besteht keine Schutzimpfung. Zum Schutz vor Malaria ist die Einnahme von Prophylaxe in Tablettenform notwendig. In diesem Artikel finden Sie mehr Informationen zu Malaria in Myanmar.

Das gleiche gilt für Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber, die beide ebenfalls durch Mückenstiche übertragen werden. Für diese Infektionen ist keine Prophylaxe erhältlich. In Myanmar wurden auch Fälle der immer wieder in Asien auftretenden Vogelgrippe H5N1 verzeichnet, gegen die mittlerweile eine Schutzimpfung besteht.

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