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Einfuhrbestimmungen von Myanmar

Bei der Einreise nach Myanmar sollte man zur Sicherheit auf jeden Fall einen Blick auf die gültigen Zollbestimmungen des Landes werfen. Grundsätzlich finden sich hier keine völlig überraschenden Ausnahmen, jedoch ist auch hier im Hinterkopf zu behalten dass das Land noch immer von einer eher totalitären Regierung gelenkt wird. Entsprechend könnten auch Verstöße negativer ausgelegt werden als in anderen Ländern von Südostasien.

Allgemeine Zollbestimmungen

Für Myanmar gelten die allgemein üblichen Zollbestimmungen zur Einfuhr von Tabakwaren (200 Zigaretten, 50 Zigarren oder 250g Tabak), Alkohol (1 Liter) und Parfüm (500ml). Ausländische Devisen dürfen lediglich bis zu einer Höhe von 2.000 US-Dollar undeklariert eingeführt werden. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung Kyat ist verboten.

Auf dem Zollschein werden bei der Einreise Angaben zu technischen Geräten wie Fotoapparaten, Videokameras und Computern verlangt, doch kontrolliert wird höchst selten. Anders verhält es sich bei professionell wirkendem Equipment, da die Militärführung aus naheliegenden Gründen keine ausländischen Foto- und Videojournalisten im Land haben will. Eine handelsübliche Videokamera für Urlaubsreisen ist dagegen kein Problem. In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass Touristen bei der Einreise Laptops oder Handys abgeben mussten, die sie erst bei der Ausreise am Flughafen zurück erhielten. Dies wird nicht explizit in den Einfuhrbestimmungen erwähnt, wird aber als Auslegungsmöglichkeit angewendet. Diese Praxis scheint jedoch glücklicherweise kaum noch gehandhabt zu werden. Darüber hinaus ist es gemäß Einfuhrbestimmungen verboten Waffen, Drogen und pornografisches Material nach Burma einzuführen.

Einfuhrbestimmungen für „politisches Material“

Das Mitbringen potenziell unruhestiftender politischer Schriften nach Burma ist streng verboten. Sollte derartiges Material bei der Einreise entdeckt werden, wird es konfisziert und der Besitzer kann sich auf ein ungemütliches Interview mit den Behörden freuen. Die Lockerung des eisernen Griffs der Militärführung in den letzten Jahren sollte ausländische Besucher nicht dazu verleiten zu glauben, dass Myanmar auf einmal eine westliche Demokratie ist. Ein bis zwei Bücher zur politischen Situation und der Geschichte Myanmars zur persönlichen Urlaubslektüre sind dagegen kein Problem.

Zu beachtende Punkte bei der Ausreise aus Myanmar

Bei der Ausreise ist zudem zu beachten, dass es laut Zollbestimmungen verboten ist Antiquitäten, Edelsteine und religiöse Gegenstände auszuführen. Dazu gehören auch Buddha-Statuen. Eine einfache kleine Statue wie sie überall als Souvenirs angeboten werden, ist natürlich kein Problem, doch die Ausfuhr von antiken Buddhas und anderen archäologischen Gegenständen darf nur mit einer Sondergenehmigung erfolgen. Das gleiche gilt für Edelsteine aus Burma, egal ob in geschliffener oder ungeschliffener Form oder zu Schmuckstücken verarbeitet. Schmuck darf nur dann ausgeführt werden, wenn die Kaufquittung eines staatlich zugelassenen Händlers vorgelegt werden kann.

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Visumsnotwendigkeit bei Einreise

Neben den gültigen Einfuhrbestimmungen ist wichtig zu beachten, dass Reisende aus der EU für Burma ein touristisches Visum benötigen, das vor der Abreise beispielsweise bei der Botschaft der Union von Myanmar in Berlin bestellt werden muss. Das Visum berechtigt in der Regel nur zu einer einmaligen Ein- und Ausreise und zu einem Aufenthalt von maximal 28 Tagen.

Wer eine längere Rundreise durch Südostasien plant und sich nicht weit im Voraus festlegen will, kann das Visum für Burma beispielsweise auch bei der birmanischen Botschaft in Bangkok besorgen. In der Regel kann es bereits am folgenden Tag abgeholt werden. In begründeten Sonderfällen ist die Abholung auch am gleichen Nachmittag gegen Aufpreis möglich. Weitere Informationen lesen Sie im Artikel zu Visum für Myanmar.

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