Backpacker

Für Backpacker ist Myanmar noch immer eines der aufregendsten und günstigsten Ziele in ganz Asien, das jedoch vor allem jenseits der vier großen Touristenorte Yangon, Mandalay, Bagan und Inle-See noch einiges an Abenteuergeist und viel Geduld erfordert.

Unterkünfte in Myanmar

Da die veraltete Infrastruktur mit dem aktuellen Tourismusboom nicht mithalten kann, sind Hotelbetten in Yangon sehr knapp geworden und selbst für ein Bett im Schlafsaal muss man als Backpacker heute das Dreifache bezahlen wie noch vor einigen Jahren. Hotels sind sogar recht teuer im Vergleich zu anderen asiatischen Städten, da sie von der Regierung betrieben werden, die quasi ein Monopol auf die Unterbringung von Ausländern hat. Privatleuten ist es verboten, ausländische Gäste bei sich aufzunehmen und Betreiber von Guesthouses brauchen eine offizielle (nicht leicht zu erhaltende) Genehmigung.

Allerdings dürfte sich das in den nächsten Jahren entspannen, da einerseits internationale Hotelketten nach Yangon (und ganz Myanmar) drängen und andererseits die Verbote für privat betriebene Unterkünfte gelockert werden.

Jenseits von Yangon sind einfache Unterkünfte schon für einen günstigeren Preis pro Nacht zu haben, während für ein Hotelzimmer der Mittelklasse mit eigenem Badezimmer natürlich mit mehr gerechnet werden muss. Für einen wunderschönen Holzbungalow auf Stelzen am Inle-See muss zwar mit einem hochpreisigem Level gerechnet werden, doch eine Übernachtung dort ist ein einmaliges Erlebnis, bei dem sich die halbe Nacht von der eigenen Terrasse aus der klare Sternenhimmel über Myanmar beobachten lässt, während sanft das Seewasser an die Stelzen plätschert.

Essen & Trinken in Burma

Wie überall in Asien ist auch in Burma „Street Food“ der unzähligen Garküchen eine ausgesprochen günstige und leckere Option der Nahrungsaufnahme und dies nicht nur für Backpacker. Eine Portion gebratene Nudeln mit Gemüse oder das allgegenwärtige „Chicken-Rice“ ist schon für wenig Geld zu haben.  Wasser, Tee und Softdrinks sind ebenfalls sehr günstig. Teuer wird es nur, wenn zum Essen unbedingt ein kaltes Bier getrunken werden muss: Dann kann sich der Preis der gesamten Mahlzeit leicht verdoppeln. Besser ist es, zum Essen ein nichtalkoholisches Getränk zu bestellen und später an einer der unzähligen Bars am Straßenrand eine Flasche kaltes Myanmar Lager zu einem kleineren Preis zu genießen.

Während es schon lange chinesische oder indische Restaurants in Myanmar gibt, sind erst in den letzten Jahren auch europäische Restaurants hinzugekommen. Wer sich heimwehkrank nach einer Pizza oder einem Hamburger mit Pommes sehnt, wird zumindest in großen Städten des Landes leicht fündig, zahlt jedoch weitaus mehr dafür als für asiatische Gerichte.

Transportmittel & Infrastruktur

Öffentliche Verkehrsmittel in Burma sind vor allem eines: Langsam. Wer als Backpacker viel Zeit und Geduld mitbringt, kann jedoch mit dem Zug und mit öffentlichen Linienbussen das ganze Land zu ausgesprochen günstigen Preisen bereisen und viele Kontakte knüpfen. Wer es jedoch eilig hat, sollte auf das Flugzeug setzen. Burma verfügt über ein dichtes Netz an Inlandsflügen, die zwar nicht gerade billig sind, aber häufig 8-10 Stunden Fahrt in einem uralten, schlecht gefederten Bus ersparen.

In den Städten verkehren Linienbusse, doch ansonsten sind ausländische Besucher vor allem auf Taxis angewiesen um von A nach B zu kommen. Günstiger ist es häufig, ein Guesthouse oder Hotel im Voraus zu buchen und die Abholung vom Bahnhof oder Flughafen zu arrangieren.

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Nachtleben

Außer in Yangon, wo viele Expats leben, gibt es in Burma kein Nachtleben. Backpacker, die vor allem auf der Suche nach billigem Alkohol und billigen Drogen nach Südostasien reisen um „Party zu machen“ oder leichtsinnige Abenteuer zu erleben, werden sich in Burma vermutlich zu Tode langweilen. Auch der beliebte Badeort Ngapali Beach kann nicht mit Badeorten im Nachbarland Thailand verglichen werden. Neben den Hotels und einigen wenigen Restaurants gibt es keine Aktivitäten außer am Strand liegen oder mit dem Boot zu Schnorchelausflügen aufs Meer hinaus fahren.

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