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Alkohol und Drogen in Myanmar

Drogen und Alkohol sind in Myanmar trotz der rigiden Politik der Militärregierung auch Problemfelder. Burma ist nach Afghanistan der zweitgrößte Opiumproduzent der Welt. Vor allem in den abgelegenen bergigen Regionen des Shan States und des Kachin States wird Opium angebaut und über die Grenze nach China, Laos und Thailand geschmuggelt. Besonders berühmt-berüchtigt ist das „Goldene Dreieck“, wo die Grenzen von Myanmar, Laos und Thailand aufeinander stoßen. Da die Regierungen von Thailand und Laos in den letzten Jahren immer härter durchgegriffen haben, hat sich der Anbau von Mohn fast vollständig auf die burmesische Seite der Grenze verlagert. Wie in Afghanistan ist das Opium für arme Bauern in abgelegenen Regionen die mit Abstand lukrativste Einkunftsquelle. Nach Schätzungen der UNO hat sich die für den Mohnanbau genutzte Fläche in Myanmar zwischen 2006 und 2011 von 21.500 auf 43.600 Hektar verdoppelt.

Der größte Teil des Opiums mag außer Landes geschmuggelt werden, doch auch in Burma selbst ist die Zahl der Drogensüchtigen in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Neben dem klassischen Opium/Heroingebrauch sind Methamphetamine in den letzten Jahren ebenfalls zu eine großen Problem geworden.

Strafen bei Besitz von Drogen

Um das Problem in den Griff zu bekommen, greift die burmesische Regierung hart durch: Wer mit Drogen erwischt wird, muss mit harten Strafen von 15 Jahren Gefängnis bis hin zur Todesstrafe rechnen. Auch für Touristen wird keine Ausnahme gemacht. Auf weiche Drogen wie Marihuana stehen zwar keine so harten Strafen wie in den Zero-Tolerance-Nachbarländern, doch Besucher sollten keinen Leichtsinn in der Öffentlichkeit riskieren.

Das gleiche gilt für die in den letzten Jahren populär gewordenen „Yaba“-Pillen, die in Burma in erster Linie für den thailändischen Markt produziert werden, aber auch in Burma selbst im Umlauf sind. Die kleinen pinken Pillen sind in ihrer Wirkung in etwa mit Ecstasy vergleichbar.

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Alkohol in Myanmar

Offiziell wird der Konsum von Alkohol bei Buddhisten nicht gerne gesehen, doch die Burmesen sprechen alkoholischen Getränken genauso gerne zu wie Menschen überall auf der Welt. Das mit weitem Abstand am meisten konsumierte Getränk ist dabei Bier: Burma produziert seit vielen Jahren das „Myanmar Beer“, ein leichtes Lager, das gut zu trinken ist. Seit 1997 hat Myanmar Beer Konkurrenz in Form von Dagon Beer bekommen, das jedoch lange nicht so weit verbreitet ist.

In touristischen Orten sind auch importierte Biere aus den Nachbarländern wie das Singha Beer aus Thailand und das Tiger Beer aus Singapur erhältlich, doch sie kosten um einiges mehr als die einheimischen Biere.

Einheimische Destillerien produzieren außerdem Whisky, Rum und Gin, doch viel beliebter bei den Burmesen ist der so genannte Toddy, der aus dem Saft der Toddy-Palme destilliert wird. „Toddy juice“ wird überall zu günstigen Preisen hergestellt und angeboten, kann den ausländischen Touristen jedoch kalt erwischen. Noch mehr Vorsicht ist in den Grenzregionen geboten: In den dort angebotenen „Getränken mit Alkohol“ ist oft Opium enthalten!

Wein kommt in Burma bislang so gut wie gar nicht vor. Lediglich am Inle-See hat sich die Red Mountain Winery einen guten Ruf erarbeitet, doch jenseits des Weingutes sind die Weine nur schwer zu finden. Importierte Weine in gehobenen Restaurants sind sehr teuer.

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