Adapter und Strom in Myanmar

Erfreulicherweise ist es in Myanmar nicht notwendig, einen Adapter mitzunehmen: Die meisten Steckdosen sind auf europäische Stecker ausgelegt. Normale deutsche Stecker lassen sich also fast überall problemlos einstecken. Auch die Stromspannung entspricht mit 220-240V / 60 Hz dem europäischen Standard. Manche „Multi-Steckdosen“ sind so angelegt, dass neben den europäischen Steckdosen auch die amerikanischen Flachstecker hineinpassen.

Adapter in Burma

Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Manche Hotels verwenden Steckdosen, die auf britische Stecker ausgelegt sind und für die ein Adapter notwendig ist. In Mandalay und im Grenzgebiet zu China sind auch chinesische Steckdosen häufiger anzutreffen, für die ebenfalls ein Adapter benötigt wird. Es ist also in Burma auf jeden Fall sinnvoll, einen Universal-Adapter mitzunehmen um für alle Steckdosen gewappnet zu sein. Wer sich jedoch auf das Vorhandensein europäischer Steckdosen verlässt und sich dann im Hotel unverhofft einer chinesischen Steckdose gegenüber findet, kann auf jedem Markt problemlos einen billigen Adapter erwerben.

Strom in Myanmar

Ein weit größeres Problem sind die chronischen Stromausfälle, die Myanmar immer wieder beuteln. Die schönste europäische Steckdose und der beste Allzweck-Adapter nutzen schließlich nichts, wenn überhaupt kein Strom da ist. Zwar hat sich die Lage etwas gebessert, seit es im Sommer 2012 zu großen Demonstrationen in Yangon kam, doch noch immer müssen Reisende jederzeit und überall mit Stromausfall rechnen.

Das Problem ist das völlig veraltete Netz, das teilweise noch aus der britischen Kolonialzeit stammt und mit den modernen Ansprüchen der schnell wachsenden Großstädte wie Yangon und Mandalay nicht mehr fertig wird. Ländliche Gebiete sind bis heute überhaupt nicht an das Stromnetz angeschlossen und auf Generatoren angewiesen. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass ein großer Teil des Stroms aus Wasserkraftwerken stammt – die während der Regenzeit zwar fleißig Strom produzieren, aber in der Trockenzeit fast zum Stillstand kommen.

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Die rohstoffhungrigen Chinesen arbeiten derzeit an zwei Pipelines, die Öl aus den Golfstaaten und Afrika über Myanmar nach China leiten bzw. direkt in Myanmar erzeugtes Erdgas nach China bringen sollen. In beiden Fällen soll auch Myanmar davon profitieren. Dennoch sind die Pläne im Vergleich zu Europa bescheiden: Bis zum Jahr 2020 sollen statt wie bisher 26% der Bevölkerung insgesamt 60% der Bevölkerung mit Strom versorgt werden.

Urlauber, die sich vor allem in den touristischen Zentren aufhalten, werden zwar nicht all zu viel von den Problemen in Myanmar mitbekommen, doch auch in Yangon, Mandalay, am Inle-See oder am Ngapali Beach muss jederzeit mit Stromausfällen gerechnet werden.

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